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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 3-4 (1881) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
3-4 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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36 zu, und wird nicht für irgend eine Kreatur gebraucht, sie sei ein Mensch oder ein Engel. Das zeigen selbst die Worte eurer eigenen Rabbinen, die da sagen, dieser Name sei so heilig, daß sie es verbieten müssen, ihn nach seinen Buchstaben auszusprechen, und die den Namen „Adonai" an seine Stelle setzen. Wenn also der Messias Jehovah genannt wird, müsset ihr dann daraus nicht schließen, daß er, welcher der Sohn Davids nach dem Fleische ist, auch der wahre und wahrhaftige Gott ist, der Himmel und Erde erschaffen hat: der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der eure Väter aus Egypten erlöst, das Rothe Meer zertheilt, ihnen das Manna in der Wüste, das Gesetz, das Priester- und Königthum gegeben und sie endlich von allen ihren Feinden errettet hat? Wie solltet ihr denn also diesen Messias allein als einen Menschen betrachten und es verweigern, ihn als Jehovah selbst anzuerkennen, da doch der Prophet dies lehrt, wenn er sagt, daß der Messias ist Jehovah, unsere Gerechtigkeit? Wenn er aber unsere Gerechtigkeit sein soll, dann muß er auch Jehovah selbst sein und nicht bloß ein Mensch. Im Gesetze Mosis wird den Kindern Israel offenbarlich geboten, daß sie „den Herrn ihren Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit allen ihren Kräften liebe» sollen". Sie werden auch verpflichtet, ihren Nächsten wie sich selbst zu lieben. 3. Mose 19, 18. Eine feierliche Bestätigung aber wird hinzugefügt mit den Worten: „Verflucht ist, der nicht hält alle Worte dieses Gesetzes, daß er danach thue; und alles Volk soll sagen Amen. 5. Mose 27." Daß dieser Fluch sowohl das zukünftige als das gegenwärtige Leben betrifft, geht aus den Worten des Jesaia hervor 66, 24: „Denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht verlöschen". Aus diesen Worten Mosis und Jesaia mögen wir schließen, daß jeder Uebcrtreter' des Gebotes Gottes immer und ewig verflucht sei. Denn Uebertretung ist Empörung gegen Gott, der niemals an der Gottlosigkeit des Gottlosen ein Gefallen hat, und der sein Wort nicht nach Menschen Art ändert, sondern immer unveränderlich bleibt. Juden und Christen müssen erkennen und mit David sprechen: „Siehe, ich bin aus sündlichem Samen gezeuget und meine Mutter- Hat mich in Sünden empfangen. Psalm 51, 7"; mit Salomo: „Wer kann sagen: ich bin rein in meinem Herzen und lauter von meiner Sünde? Sprüche 20, 9"; und mit Hiob (9, 3): „Hat er

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