Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 3-4 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Dibre Emelh oder Stimmen der Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Begonnen von 2.. C Hartmann, fortgesetzt Von de Je Roi. Nr. 3 u. 4. 1881. 37. Jahrgang. 24. Johannes Müller. Sendschreiben an die Judenschaft, gedruckt 1732. Unter die Männer, die im Anfänge des vorigen Jahrhunderts die Pflicht der evangelischen Kirche gegen die Juden am tiefsten gefühlt haben, gehört M, Johannes Müller, Prediger zu Gotha. Schon 1715 hatte derselbe eine in Gießen erschienene Schrift herausgegeben: „Entwurf, wie mit den Juden fteundlich umzugehn und von wahrer Herzensbekehrung zu reden sein möchte", die eine überaus herzliche Liebe und Sorge für Israel bekundet. Unter der Anregung dieses Mannes nun stand der nachmalige Professor Joh. Heinr. Callenberg in Halle, der früher das Gymnasium in Gotha besucht hatte; und wie derselbe nach eigener Angabe damals unter Müllers specieller Seelsorge gestanden hat, so ist auch sein Herzensinteresse für die Juden durch ihn am Ehesten geweckt worden. Müller aber ließ sich an jener ersten Schrift, die das Heil der Juden betraf, nicht genügen, sondern verfaßte allmählig noch andere, fand jedoch für dieselben keine Verleger. Er theilte aber Callenberg beides mit, und dieser erbat sich zunächst das Manuskript eines Traktates von ihm> der hernach unter dem Titel „Licht am Abend" gedruckt und von außerordentlich segensreichem Einfluß im Werke der Jndenmission geworden ist. In mehrere Sprache»! übersetzt wird derselbe noch jetzt gebraucht und durch die Londoner Gesellschaft für Israel verbreitet. 1723 erhielt Callenberg das Manuskript und 4 Jahre lag es unbenutzt. 1727 aber »vurdcn von dem Professor, der inzivischen d»>rch A. H. Franke