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Dibre Emeth · 1881-01-01 · 1-2 (1881) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
1-2 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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19 Denn das ganze Denken und Sinnen jenes Restes eures Volkes wird sich wandeln. Und wie ihr heute Alles aufbietet, um nur ja nicht mit euch selbst brechen zu müssen, so werdet ihr dann selbst eure ganze Vergangenheit nur verurtheilcn. Israeliten, so viele euer aus der Wahrheit sind, hört und bewahrt es schon jetzt, was die Zeichen eurer rechten Bekehrung zu Gott sind, damit ihr den zukünftigen Gerichten entgeht und ihr heute Gottes liebe Kinder werdet. Wenn die Bekehrung geschieht, dann ist euer Herz von Gott zerbrochen und zerschlagen (6, 9); das steinerne Herz hat der HErr hinweggenommen und euch dafür ein fleischernes gegeben (11, 19); alles Empfinden und Fühlen ist ein anderes geworden. 6, 9: „Und sie werden vor sich selbst Ekel empfinden an dem Bösen, das sic gethan, in Bezug auf alle ihre Greuel." K. 20, 43. 16, 61 fl.: „Da wirst du an deine Wege gedenken und dich schämen, wenn du deine großen und kleinen Schwestern (Sodom und Samaria) zu dir nehmen wirst, die ich dir zu Töchtern geben werde, obgleich sie nicht aus deinem Bunde sind. Sondern will meinen Bund mit dir aufrichten, daß du erfahren sollst, daß ich der HErr sei; Auf daß du daran gedenkest und dich schämest und vor Schande nicht mehr deinen Mund aufthun dürfest; wenn ich dir alles vergeben werde, was du gethan hast, spricht der Herr, Herr." Bgl. auch K. 36, 31. 32. Scham über sich selbst, das ist also das gewisseste Kennzeichen der erfahrenen Vergebung der Sünden. Solche Scham, die es nicht mehr wagt, für sich selbst den Mund aufzuthun, ist das Merkmal des neu zwischen Gott und Israel geschlossenen Bundes. Israeliten, die ihr das lest, lasset den Stachel dieses Wortes aus dem Munde eures Gottes eure Herzen durchstechen, bis ihr nicht mehr wider denselben ausschlagt. Dann hat euch der Herr und ihr ihn wiedergefunden; das Suchen eures Gottes ist zum Ziele gekommen. K. 34, 12fl.: „Wie ein Hirt seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Heerde verirret sind, also will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Oertern, dahin sie zerstreuet waren zu der Zeit, da es trübe und finster war. 2*

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