Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 1-2 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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17 Israelitische Brüder! Ihr seht also, das Ende und Ergebniß eures Wohnens unter den Völkern ist kein anderes als das eurer Väter in Egypten. Im Grimme der Menschen zieht ihr aus den Ländern eures Aufenthaltes, aber auch der Grimm Gottes wird zu gleicher Zeit über euch ausgeschüttet. Das Geschlecht, welches die Länder der Völker verläßt, gelangt wohl ans denselben heraus, aber nur, um, wie jene Generation der Tage Mosis in der Wüste verfiel, größtenthcils die väterliche Heimath nicht zu besitzen. Abtrünnige nennt sie der Mund Gottes, und daran werdet ihr im Voraus erinnert, damit euch nicht einstmals falsche Propheten betrügen, wenn Gottes heiliger Rath euch zur alten Heimath hinführt, und jene euch sagen, daß der HErr dies thne, um euch ein Unterpfand des Wohlgefallens, das er schon an euch habe, zu geben. Die Wüste der Völker, in welche ihr zunächst durch des HErrn Walten gebracht werden sollt, hat nun allerdings Hesekicl euch nicht näher bezeichnen dürfen, wohl aber haben es andere Propheten gethan. Besonders Sacharja, der nach der Rückkehr eures Volkes aus der Babylonischen Gefangenschaft geweissagt hat, giebt euch hier näheren Aufschluß. Er zeigt K. 12, daß Kanaan zuletzt wieder der Wohnsitz eines israelitischen Volkes ist, aber daß dies Volk zunächst noch nicht im Frieden sein Land innc hat, sondern es vielmehr von einem feindseligen und siegreichen Heere der Völker zertreten wird. Denn in dem Israel, welches alsdann in seiner Heimath wohnt, muß zunächst erst noch der HErr ein Läuternngswerk ausrichteu, K. 13, 2: „Zu der Zeit, spricht der HErr Zebaoth, will ich der Götzen Namen ausrotten aus dem Lande, daß man ihrer nicht mehr gedenken soll, und auch die Propheten und den Geist der Unreinheit werde ich wegschaffcn ans dem Lande." V. 8: „Und geschehen wird's im ganzen Lande, spricht der HErr, zwei Theile darin werden ausgerottet, werden verscheiden, und das Drittel bleibt darin übrig." . V. 9: „Und das Drittel werde ich bringen in's Feuer und sie schmelzen, wie man das Silber schmilzt, und werde sie läutern, wie man Gold läutert." Ihr seht, die Heimath wird euch zunächst noch nicht heimathlichen Frieden gewähren, sondern wird euch für's Erste noch größere Roth bereiten als die Fremde. Hat sich vordem die Völkerwelt 2