Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1881-01-01 · 1-2 (1881) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
37 (1881)
Issue
1-2 (1881)
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
99% known words query
IRI
…/2554541-2554868-2554870--07530-2563544
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

II Tage als ein Wort, das nicht menschliche Klugheit ersonnen, sondern das ihm die göttliche Weisheit eingegeben hat, bestätigt. Um so mehr solltet ihr eurem Propheten Gehör schenken, wenn derselbe, nachdem er so von eurem natürlichen Wiederaufleben geredet hat, nun doch hinzufügt: K. 37, 8. „Aber Odem (Ruach) war nicht in ihnen." Ein Leben im Fleisch, aber nicht ein Leben im Geist ist nach des Propheten Zeugniß eure jetzige Gegenwart. Wohl hat der Odem oder Geist Gottes, nach des Propheten Wort in demselben Kapitel, es bewirkt, daß dieses neue leibliche Aufleben unter euch eingetreten ist; aber im Innersten eures Wesens — theure Brüder, nicht der Christ, welcher das jetzt schreibt, sondern euer Gott und euer Gottesmann aus dem Alten Testament rufen es euch zu — ist noch keine Verneuerung erfolgt. Draußen ändert sich alles für euch, im Innern, in eurem Geistesleben dagegen hat noch kein wahres Leben begonnen. Wollen also eure Augen an den Veränderungen haften bleiben, die euer natürliches Leben unter den Völkern erfahren hat, o dann höret, wie euch der Prophet in euer Inneres weist und wie er euch sagt, daß hier noch das wahrhaftige Leben fehlt. Weist diese Bitte nicht ab, sie wird euch ja doch nur aus dem Herzen jenes Gottesmannes, der aus der Offenbarung heraus geredet hat, entgegengebracht! Der Prophet Jesaia hat euch schon zuvor gepredigt (K. 40, 6 f.): „Alles Fleisch ist Heu, und alle seine Güte wie eine Blume aus dem Felde; das Heu verdorret, die Blume verwelket; aber das Wort unsers Gottes bleibt ewiglich." Darum sorget für den Geist, der dem Fleische das Leben erhält, und bittet um denselben euren Herrn, der ihn euch so gern geben will, wie er es ja durch den Propheten Hesekiel bezeugt hat, K. 36, 26: „Und ich will euch ein neu Herz und einen neuen Geist in euch geben". Mit einem neuen Herzen und einem neuen Geiste aber, das hält euch wiederum derselbe Prophet vor, habt ihr niemals unter den Völkern und in der Zerstreuung gelebt. Denn nicht ein Judenfeind ans alter oder aus neuer Zeit, und auch nicht ein Prediger irgend einer der christlichen Kirchen, sondern ein Diener Jehovahs aus dem Alten Testamente und einer eurer heiligsten Männer ist es, der es euch als Gottes Wort zweimal zuruft: K. 11, 19 u. 36, 26: „Ich will das steinerne Herz wegnehmen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.