Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 1-2 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3 Doch es hebt sich bald von Josephs Hügel Glänzender der Stern empor, Weit geöffnet werden nun die Flügel An des Himmelreiches Thor! Seine Strahlen scheinen, leuchten, brennen, Zünden kalte, todte Herzen an; Millionen lernen Jesum kennen, Lernen wandeln auf der Lebensbahn! Und der Stern zieht fort am Firmament, Bis die ganze Erde brennt. Aber der aus Jakob aufgegangen, Scheinet doch in Jakob nicht; Finsternisse halten den umfangen, Der gebar das große Licht. Während er in seinen hohen Bahnen Bald zu Ende seinen Lauf gebracht, Suchen seines Reiches Unterthanen Seinen Aufgang noch in dunkler Nacht. Wie ein Vater sucht der HErr sein Kind, Ach! und Israel ist blind. Sollen denn des Hauses Kinder sehen, Wie nur Fremde selig sind? Das erwählte Volk bleibt draußen stehen. Und der Heide wird zum Kind. Hat vergeblich Gott in langen Jahren Mit so viel Geduld dies Volk geführt? Er, der doch von allen seinen Schaaren Auch nicht einen aus der Hand verliert? Und bedeutet cs uns weiter nichts — Als ein Denkmal des Gerichts? Nein, das Land, in dem der Stern erschienen, Soll am Abend helle sein! Einst noch sollen die Gebeine grünen, Wenn der Frühling bricht herein. Vierfach schimmern seine Strahlen nieder, Laden seines Kreuzes Arme ein. Daß aus allen Enden seine Brüder i*