Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 37 (1881)
- Issue
- 1-2 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seine Segen strömen spät und frühe, Sein Geschlecht ist ohne Fehl! Gott der HErr ist stets in ihrer Mitten, Ihres Königes Posaunenschall. Nur Gerechte wohnen in den Hütten, Friede, Freude waltet überall! Weil sein Wort ihn nimmermehr gereut, Muß geschehn, was Gott gebeut." „Sehen werd' ich ihn, doch nicht hienicdc», Schauen ihn, doch nur von fern. Ein Erretter ist dem Volk beschiedcn, Und aus Jakob gehet ans ein Stern! Seines Scepters Macht wird sich erheben, Daß geschreckt die Söhne Moabs flieh'n, Alle Heiden müssen vor ihm beben, Aber Israel wird fröhlich blühn. Wie ein Löwe lieget seine Macht, Denn der Löwe Judas wacht." Und sobald der Seher dies gesprochen, Kehrt er wieder in sein Land. — Oft zwar hat das Volk den Bund gebrochen, Weichend von des Führers Hand, Aber Gottes Wort kann nicht veralten. Und sein ew'ger Liebcsplan nicht ruhn: Sollt' er etwas reden und nicht halten? Sollt' er etwas sagen und nicht thun? Nein! verheißen hat der HErr ein Licht, Und die Wahrheit trüget nicht. Darum sah'n wir ihn so strahlend steigen. Jenen wunderbaren Stern, Sah'n die Weisen tief vor ihm sich neigen. Ihn zu grüßen als den HErrn! Und mit Staunen folgten ihm die Blicke Nach auf der geheimnißvollen Bahn, Wie er vorwärts bald und bald zurücke Zog im ganzen Lande Canaan, Bis er dann im Blut verlosch, und da Dunkel stand auf Golgatha.