Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 36 (1880)
- Issue
- 11-12 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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gehörige anderer Völker und das Christenthum sammt der klassischen Bildung sind in den geistigen und leiblichen Organismus des deutschen Volkes ausgenommen worden, um ihm innerlichst anzugehören. Chinesen und Samojeden, die unter uns erscheinen würden, um in unserer Mitte als besonderer Stamm wie die Juden zu leben, würden wir aber gewiß nicht als Deutsche betrachten, auch wenn sie Anspruch darauf erhöben. Natürlich und religiös fremd stehen die Juden in der That aber z. B. dem deutschen Volke gegenüber. Das Judenthum ist die schulmäßige Verkümmerung der Religion des Alten Testaments, ist eine bloße Stammesreligion und steht von Anfang an gegen das Christenthum im schroffsten Gegensatz; das Alte Testament selbst, das Beide miteinander theilen, trennt sie nur noch mehr, da sie es ganz verschieden auslegen. Die Geschichte des deutschen Volkes, welche die Annahme des Christenthums durch dasselbe entscheidend bestimmt hat, haben denn auch die Juden trotz ihres langen Wohneus in seiner Mitte nicht miterlebt, und dieselbe hat sich bisher ganz eigentlich ohne die Juden vollzogen. Alles, was Juden im deutschen Volke geleistet haben, könnte vollständig fehlen, ohne daß dadurch die Geschichte desselben irgend einen Abbruch erführe. Nun hat jüngst allerdings die Judenfrage durch die Emancipation eine neue rechtliche Lösung gefunden, nicht jedoch auch schon eine sittliche, sondern sie ist nun eine sociale und nationale geworden. Da aber die Juden religiös und als Stamm ein zweites Ganzes neben der übrigen Bevölkerung bilden, so droht dies der nationalen Einheit eine Sprengung. Auch ein Ideal, welches höher als sein Christenthum wäre, und das einmal beide Theile vereinigen könnte, vermögen nach keiner irgendwie erdenklichen Seite hin die Juden den Deutschen zu bieten. Trotzdem weisen jene die Blutsvermischung und das geistige Einswerden mit der übrigen Bevölkerung zurück, um sich nichts desto weniger vollkommene Deutsche zu nennen. Fordern also die Juden, obwohl es ihnen an dem Geiste fehlt, welcher sie mit der übrigen Bevölkerung einigen könnte, die Geschicke derselben mit zu bestimmen, so kann dies, da die Grundbedingungen hierzu fehlen, nicht in gedeihlicher Weise geschehen. Man.braucht auch nur die Beurtheilung der deutschen Geschichte bei den Juden nachzulesen, um sofort dessen inne zu werden, daß