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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 11-12 (1880) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
11-12 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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193 welches Amt er zuerst in diesem Seminar bekleidete. Nach dem Tode seiner Frau legte er 1761 dieses Amt nieder und brachte seine letzten Tage bei seinem Schwager, Rev. Martyn, Geistlichen in Northborough, zu. Mr. Monis war in der hebräischen Sprache wohl erfahren und hatte auch in anderen Zweigen des Wissens beträchtliche Kenntnisse erlangt. Er hinterließ einen Band religiöser Unterhaltungen, die ich gesehen habe, und die besonders für Leute seiner eigenen Nation geschrieben sind. Sie sind ernst, eindrücklich und, wenn man in Betracht zieht, daß sie ein Jude geschrieben hat, herzgewinnend. Bei seinem -Tode hinterließ er etwa 5—600 Dollars für wohlthätige Zwecke, hauptsächlich für die Unterstützung von Wittwen armer Geistlichen. Auf seinem Grabsteine befindet sich folgende Inschrift: Hier liegen die irdischen Ueberreste des Rabbi Judah Monis, M. A., weiland hebräischen Lehrers am Harvard College in Cambridge, welches Amt er 40 Jahre versah. Von Geburt und Religion war er ein Jude, nahm aber das Christenthum an und wurde öffentlich in Cambridge 1722 getauft. Er starb 1764 den 25. April, 81 Jyhr 2 Monat 21 Tage alt. Aus Jakob dieser Zweig entsproß. Der einst von seinem Oelbaum brach. Am Lebensbaum ward er ein Schoß, Den Lebenssaft füllt allgemach. Doch wie aus Morgenröth der Thau, Aus Gräbern Auferstehung bricht, So rufe dich auf Zions Au', Ganz Israel, dein HErr zum Licht. Mr. Monis ist ein seltenes Beispiel eines Bekehrten aus Israel; ein Mann, der trotz aller Vorurtheile einer bigotten Erziehung und des mächtigen Einflusses, den Bigotterie auf ihn selbst ausübte, mit männlichem Freimüth dem Lichte klarer Beweise und der Kraft der Wahrheit nachgab. Manche Juden sind in diesem Lande wie anderwärts zum Christenthum übergetreten, Monis aber war ein Gelehrter, ausgezeichnet unter seinem Volke und mit dem Titel eines Rabbi bekleidet. Deshalb mußte er, indem er sich zum Christenthum wandte, vor Allem jenen so leicht unnachgiebigen Feind der Wahrheit, jene erste Quelle alles Jrrthums, den Stolz

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