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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 9-10 (1880) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
9-10 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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159 Vom amerikanischen Zions-Verein für Israel. „Saat auf Hoffnung" des Prof. Delitzsch (Johanni-Heft 1879) erzählte die Entstehnngsgeschichte des Vereins der Dänischen Norwegisch-Lutherischen Kirche (die Konferenz) für Judenmission, welcher dieses Werk in den Staaten der Union Iowa, Minnesota, Michigan, Wisconsin und Illinois ausgenommen hat. 1878 ist dieser „Zions- Verein" für Israel gegründet, und daß er fröhlichen Fortgang genommen hat, berichtet das in diesem Jahre neuentstandene Judenmisfionsblatt des Pastor P. Werber in Pomeroy (Ohio), eines treuen Prosclyten. Das erwähnte Blatt, „Der Freund Israels", erscheint in monatlichen Nummern und will die deutschsprechenden Evangelischen für die Jndenmission gewinnen. Wir erfahren hier über den genannten Verein, daß derselbe in den 85 Gemeinden, welche dem betreffenden Kirchenkrcise angehöreu, schon zwischen 12- und 1500 Mitglieder zählt. Unter denselben werden auch Missionsgaben gesammelt und diese theils nach Jerusalem, theils an den Leipziger Verein gesandt. Doch hieran will sich derselbe nicht genügen lassen, sondern hat bereits eine selbstständige Missionsarbeit unter den Juden Amerikas in's Auge gefaßt. In nicht ferner Zeit hofft er dieses Werk aufnchmen zu können. Wir aber freuen uns herzlich, daß nun auch die Lutheraner Amerikas in dieses Arbeitsfeld miteintreten, und daß man in jenem großen Lande überhaupt seit einigen Jahren der Versäumniß, welche man sich den Juden gegenüber schuldig gemacht hat, eingedenk zu werden beginnt. Unsere jüdischen Brüder hingegen möchten wir darauf Hinweisen, daß weniger denn je die Aussicht vorhanden ist, es werde die christliche Kirche die Mission an Israel aufgeben und es anerkennen, daß die Synagoge auf dem rechten Wege sei. So wenig glaubt man in der That innerhalb der christlichen Kirche an die Mission des Judenthums, daß vielmehr seit der bürgerlichen Gleichstellung der Jude» mit den übrigen Landesbewohnern inmitten der letzteren vielfach nur die Uebcrzeugung gewachsen ist, die Juden bedürften durchaus der Bekehrung zum Christcnthum. Wir machen recht ausdrücklich auf diesen Punkt aufmerksam, weil viele jüdische Stimmführer die Ihren glauben machen wollen, der Fortschritt der Zeit müsse und werde auch eine wachsende Anerkennung des

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