Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 36 (1880)
- Issue
- 7-8 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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133 mit demselben schlimm; es verräth dadurch nur, daß es das fehlende Innere durch ein glänzendes Acußere ersetzen muß. Nie aber hat man im jüdischen Lager so überschwänglich vom Judenthum geredet, nie so viele kostbare Synagogen erbaut, nie so viel auf bunten Flitter gegeben als heute — was dies bedeuten will, dafür ist dieser Crömieux ein lehrreiches Beispiel, welcher das Christenthum tief unter das Judenthum stellt und dann seine Kinder dem hvchgepriesenen Bekenntniß entzieht, um sie dem verachteten zuzuführen. Klarer konnte die Uebcrlegenheit des Christenthums nicht anerkannt werden. Drei jüdische Schriften sind uns wieder durch die Verlagsbuchhandlung zur Besprechung übersandt worden (Verlags-Magazin Schabelitz, Zürich). 1. JesuseinAeformatordesIudenthums. Or.E.Molchow. 63 S. 1 Mk. Das Bedeutsame an dieser Schrift ist, daß sic einen Juden zum Verfasser hat. Sehr richtig schildert derselbe, wie tief der Pharisäismus der Juden in allen Zeiten, von Christi Tagen an bis zu unserer Gegenwart, allen wahrhaft religiösen und ernst sittlichen Gedanken widersprochen, und welch' unnatürliche Verhältnisse derselbe unter den Juden geschaffen habe. Er gibt denn auch Christo überall gegen die Pharisäer Recht und hat ein feines Gefühl für die sittliche Größe seiner Person wie für die einfache Erhabenheit seiner Worte. Aber er meint, daß die Propheten und am Allermeisten Jesus nur die heutige Humanitätsreligion gelehrt hätten, welche den Menschen lediglich seine eigene Veredelung treiben heißt, während sein Thun und Lassen für Gott keine Bedeutung habe. Wer etwas Anderes suche, gcrathe auf die Jrrbahnen des Paulus und der christlichen Kirche. Wir hoffen aber in allem Ernste, daß auch der Verfasser einmal auf diese sogenannten Jrrbahnen treten werde. 2. Zur Iudenfrage. Rabbiner Dr. Klein. 23 S. 50 Pf. Der Verfasser hat das Verdienst, es durch seine Ausführungen und an seinem eigenen Beispiele so recht klar gezeigt zu haben, was unser heutiges Judenthum sinnt und denkt. Wer das liest.