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Dibre Emeth · 1880-01-01 · 7-8 (1880) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
36 (1880)
Issue
7-8 (1880)
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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106 kommen wieder alle Kinder und empfangen den gleichen Unterricht. Jetzt haben wir nicht viele Kinder, weil die Erntezeit ist und die Feldarbeit dieselben in Anspruch nimmt. Gerne würden wir ohne Unterbrechung die Schule halten, aber die Eltern unserer Schüler erlauben das ihren Kindern nicht, weil sie die Haus- und Feldarbeit mit verrichten müssen. Daher haben wir gegenwärtig nur 12 Knaben, welche alle Tage die Schule besuchen. Kinder der eingeborenen Christen sind nur wenige, die meisten Proselyten-- Kinder. Ich hoffe recht sehr, daß einige derselben später Arbeiter im Reiche unseres Gottes werden sollen. Die Sonntags-Versammlung wird in unserer Strohhütte gehalten; die Proselyten hören gerne zu, und auch die eingeborenen Christen wohnen derselben bei. Aba Elias und Aba Teesasu sind jetzt bei uns und werden bald nach Alefa gehen, um dort das angefangcne Werk des HErrn fortzuführen. In Dagusa sind die Brüder Liena und Alema thätig; in ihrem Hause halten sie Schule mit ihren Kindern. Mein theurer Herr Flad, ich freue mich von ganzem Herzen, daß der HErr durch uns viel gethan hat und noch mehr thun wird." Debtera Bern schreibt dann noch besonders: „Was unsere Missionsarbeit betrifft, so ging es dieses Jahr besser als das letzte. Viele Leute haben in der Bibel geforscht und sind zum Glauben gekommen. Um der politischen Unruhen willen konnten aber keine Missionsreisen in die Ferne gemacht werden, sondern wir sind auf unsere Umgebung und die Schulen angewiesen geblieben. Mitte Dezember, an einem. Sabbath, hatte sich eine große Anzahl der widerspenstigsten und hartnäckigsten Falascha hier in Djenda versammelt. Von Morgens früh bis Nachmittags 3 Uhr- Haben wir sie aus der heiligen Schrift unterwiesen und überzeugt, daß unser HErr Jesus Christus allein die Arznei für uns Sünder sei. Nach heftigem Widerspruch Einiger baten uns Andere, sie weiter in dem Worte Gottes zu unterweisen; namentlich baten einige Priester, daß Aba Elias (vormals Priester) täglich mit ihnen die Bibel lesen und sie im Glauben unterrichten möchte. „Wenn wir zum Glauben kommen, lassen wir uns taufen", setzten sie hinzu.

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