Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 36 (1880)
- Issue
- 3-4 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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42 unten, in China, Indien und Arabien, in Inner-Afrika und am Kaplande, ebenso wie in Australien; doch werden andere Gesellschaften ans den beiden letztgenannten Ländern unterstützt. Sehr auffallend ist das Znrücktreten Dänemarks, dem doch die evangelische Kirche die beste der bisherigen Judenmissionsgeschichten, die des ausgezeichneten Proselhten vr. Kalkar zu danken hat. Eine gleichmäßigere Wirksamkeit besteht nach Ausweis des früher Berichteten unter den Juden der verschiedenen Länder nicht. Es kommt ein Missionsarbeiter i» Großbritannien auf 1300 Seelen, in Kleiuasicn, Syrien und Palästina zusammen auf 1600, in der Schweiz ans 3500, in der Europäischen Türkei ans 4600, in der Phrenäischeu Halbinsel auf 5000, in Afrika ans 9500, in Deutschland auf 10 OM, in Holland auf 13 000, in Rumänien auf 24MO, in Frankreich ans 25 000, in Oesterreich-Ungarn auf 64 M0, in Nord-Amerika auf 160 0M, in Rußland auf 175000. England einerseits und Amerika oder Rußland andererseits stellen allerdings ein ausfälliges Mißverhältniß dar. Wohl muß man nun in Anschlag bringen, daß eö in den christlichen Ländern die Mission nicht allein ist, welche den Inden das Evangelium nahe bringt, sondern daß der Einfluß der Kirche oder Kirchen daselbst ein sehr bedeutender ist. Wenn sich beispielsweise in der russisch-griechischen Staatskirche seit 1836 über 40 0M Jndentanfen nach den amtlichen Listen des heiligen Synodus Nachweisen lassen, so zeigt diese eine gewaltige Ziffer, wie tief jede christliche Umgebung und Nationalität die Juden allerwärts in religiöser Beziehung bestimmt. Aber das einzig richtige Verhältniß findet da statt, wo allgemeine kirchliche Thätigkeit und Mission an den Inden gleichmäßig wirksam sind und beide zur Erreichung des gemeinsamen Zieles einander die Hand reichen. Erst wo dies der Fall ist, wird der mehr unwillkürliche christliche Einfluß zu ernsterer positiver Arbeit; da erst wird auch wirklich geschehen, was die christliche Pflicht fordert, da erst das billige Maß dessen, was verlangt werden kann, erreicht werden. Wir können hiernach aber nur sagen, daß die evangelischen Kirchen Frankreichs, Oesterreich-Ungarns, Dänemarks, Nord-Amerikas und Australiens hinter ihrer Pflicht den Inden gegenüber entschieden znrückbleiben. Die römische Kirche entfaltet eine Jndenmissiousthätigkeit nur in den klösterlichen Unterrichts - Instituten, welche Pater