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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 11-12 (1879) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
11-12 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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184 in der That auch den Rabbi bis zu seinem Tode beschäftigt. In seiner letzten Krankheit sandte er nach dem Missionar, um ihm sagen zu lassen, er habe mit den Gcwaltthaten des Jahres 1877 gegen die Missionare nichts zu thun gehabt, habe aber auch seine besonderen Ansichten in der Messiasfragc und wolle gern noch einmal mit dem Missionar über den Gegenstand sprechen, denn er fühle, daß seine Tage gezählt seien. Dieser Rabbi forschte allerdings in der Schrift ernstlich und wartete auf den Trost Israels. Miss. Ginsburg glaubt denn auch, daß er den Herrn Jesum vor seinem Tode gesunden habe. Ein rechtes Hinderniß für das Werk und seine Arbeiter war oft die Abneigung von Namenchristen gegen dasselbe. Als einmal eine Missionscxpedition eben in das Innere des Landes abgehen sollte, wurde einer aus der Gesellschaft vom französischen Konsul arretirt und in's Gefängniß geworfen, und zwei andere, ebenfalls französische Unterthanen, wurden mit dem gleichen Schicksal bedroht, wenn sie die Stadt verließen. Es ist ein rechtes Wunder zu nennen, daß Herr Dahan während seiner fünftägigen Einkerkerung nicht starb, da er mitten unter Verbrecher gesteckt wurde, unter denen die Seuche wüthete. Hunger, Krankheiten und Verfolgungen aber haben den Durst nach dem göttlichen Worte nicht unterdrücken können. 1,487,227 Fluss 1180 Mark wurden für Bibeln und Missionsschriften eingenommen, und die Käufer waren zumeist Arme. Ein Beispiel aus der stillen und doch so mächtigen Arbeit des Geistes Gottes, der durch das Wort der Schrift wirkt, möge hier folgen. Vor etwa 3 Jahren wurde ein Evangelium Matthäi einem Juden gegeben, der es wegwarf. Eine arme Araberin las es auf, und ein Jude kaufte cs von derselben. Er war über die Worte, die auf deni Deckel des Buches gedruckt standen: „Glaube an den Herrn Jesum Christum, so wirst du und dein Haus selig werden!" erstaunt. Er las aber das Evangelium und las es wieder, und durch die zahlreichen Anführungen aus dem Alten Testament bei Matthäus dazu veranlaßt, forschte er nun fleißig und mit Gebet in der Schrift, bis er endlich auch das Wort des Apostel Paulus an den Kerkermeister (Apostelgeschichte 16, 31) fand. Allmählig, aber sicher kam er dann zu einer vollen Erkenntniß des

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