Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 7-8 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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114 durch den Glauben an Christum Jesum, und nicht durch des Gesetzes Werke. Dieses erkennend übergab ich mein Herz meinem Herrn und sagte zu Ihm: O Herr, leite mein Herz nach Deinem Wohlgefallen auf den Weg, der zum Leben führt! Es hat mich gedrungen, Ihnen dieses zu schreiben, nun aber will ich Ihnen noch Einiges von unsrer Arbeit erzählen. Die Juden in dem Dorfe Bahata sandten und ließen uns sagen: „Ueberallhin geht ihr und lehret die Leute, warum kommt ihr nicht auch zu uns?" Dieser Einladung zufolge begaben Debtera Liena und ich uns im September nach Bahata, wo wir sehr freundlich ausgenommen wurden. Eine Hütte wurde geleert und für uns zur Wohnung hergerichtet, und die Juden sorgten auf's Beste für unsere Lebensbedürfnisse. Die Ortsbewohner, lauter Falascha, sammelten sich um uns. Wir lasen ihnen aus Gottes Wort vor und redeten zu ihnen, wie Christus in das Fleisch gekommen, dem Gesetze Genüge gethan und um unsrer Sünden willen den Kreuzestod gestorben sei, um uns von dieser sündigen Welt zu erlösen. Von Tages Anbruch, bis es Nacht war, lasen wir ihnen Gottes Wort vor und erklärten dasselbe, wie es uns unter Mitwirkung des Geistes Jesu gegeben wurde. Auch sagten wir ihnen: Sind wir dem Fleische nach nicht eure Brüder? Sind wir nicht auch im Mosaischen Gesetze erzogen und Verehrer Mosis und der Propheten gewesen? Wir waren im Jrrthum, wie ihr es seid, bis wir durch das Forschen im Alten Testament die Wahrheit gefunden haben, und, von derselben überzeugt, uns durch die Taufe zu Christi Gliedern machen ließen. Als die gelehrten Juden nichts mehr zu erwidern hatten, nahmen sie zu dem Vorwand ihre Zuflucht: Keine Taufe habe Giltigkeit, als die Taufe im Jordan, wo Christus sich taufen ließ; das abessinische Wasser sei zu gering. Wenn Gott sie wieder in ihrer Väter Land führe, wollten sie sich beim Uebergang im Jordan taufen lassen. Hierauf erwiderten wir: „Nicht das Wasser in der Taufe thut's, sondern der Glaube. Sagt man: Nur im Jordan dürfe getauft werden, so würde dem Wasser die Kraft zugeschrieben, welche der Täufling durch den Glauben von Gott empfängt, zur Neuschaffung seines Herzens. Christus hat befohlen: Gehet hin in alle Welt und-taufet sie-. Philippus taufte den Kämmerer an der Straße nach Gaza, Petrus