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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 5-6 (1879) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
5-6 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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80 untereinander von dergleichen Sachen, welche doch das Gesetz aufhebcn oder ihm widersprechen. Denn Etliche sagen: diese Gebote sind zwar vormals wahrhaft und gut gewesen, aber jetzo zu dieser Zeit sind sie aufgehoben und nicht mehr in Uebung. Etliche aber sagen: Es sind einige verborgene und geheime Sachen darunter, die können nicht nach dem bloßen Wortverstande gelten; deswegen ist auch der König Messias schon gekommen und hat die Geheimnisse geoffenbart. Allein wenn der König Messias in Wahrheit aufkvmmen wird, dann wird er nach Jesaia 52, 13 glücklich, erhöht und hoch erhaben sein. Alsdann werden diese alle schnell in sich gchen und erkennen, was Lüge gewesen sei. Kap. 12. § 1. Es soll sich Niemand in's Herz und in den Sinn kommen lassen, als ob zu der Zeit des Messias etwas sollte aufgehoben werden von den Ordnungen der Welt, oder daß alsdann eine Neuerung Vorgehen sollte in Ansehung der Werke der Schöpfung. Nein, die Welt geht fort in ihrem alten Lauf. Was aber bei Jesaia 11, 6 gesagt wird: „Die Wölfe werden bei den Lämmern wohnen und die Pardel bei den Böcken liegen", das ist gleichnißweise geredet und unter bildlichen Ausdrücken. Die Meinung und die Absicht der Sache geht dahin: die Israeliten werden in Ruhe wohnen bei den Gottlosen und den Völkern der Welt. Die verglichenen Sachen sind Wölfe und Pardel, wie dort steht: Der Wolf auf den Feldern wird sie verwüsten, und der Pardel lauert wachsam neben ihren Städten. Sie werden sich aber alle umkehren nach dem Gesetze der Wahrheit und nicht mehr rauben noch verderben, sondern sammt den Israeliten erlaubte Sache mit Ruhe essen, wie auch gelesen wird Jesaia 11, 7: „Löwen werden Stroh essen wie die Ochsen". So sind alle andern Dinge, welche diesen gleichen, und nach der Beschaffenheit des Reiches des Messias zu verstehen in der Schrift und zu erklären und als Gleichnißreden aufzufassen. Es wird auch Jedermann in der Zeit des Messias bekannt werden, mit welchen Sachen eine Vergleichung angestellt sei, und was für Verhältnisse der Aehnlichkeiten dadurch angezeigt werden. Z 2. Es haben unsre Weisen gesagt, daß kein Unterschied sei zwischen dieser Welt und den Tagen des Messias, als nur der, daß die Königreiche werden unter seine Dienstbarkeit gebracht

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