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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 5-6 (1879) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
5-6 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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70 und wie er sich nicht zu helfen gewußt habe; er sei ja damals noch gar nicht überzeugt gewesen." Pred. Kern erkannte das Versucherische seiner Lage an und behielt sich vor, über ihn bei der geistlichen Behörde Bericht zu erstatten. Diese forderte über den Fall ein theologisches Gutachten ein, und nach demselben mußte dann Selig öffentliche Abbitte leisten. Das that er gern und willig. Daraus aber wurde er nun konfirmirt und zum Abendmahl zugelassen. Dies geschah am Sonntage Exaudi 1758. Die Landgräfin nahm sich dieses Proselhten treulich an; sie stellte ihn zunächst als Diener bei sich selber an, faßte aber auch Weiteres für ihn in's Auge. Man wurde schließlich einig, ihn die Chirurgie erlernen zu lassen, und das wird auch wohl geschehen sein; weitere Nachrichten über den Mann hat bisher jedoch der Herausgeber dieses Blattes nicht erlangt. Die Synagoge zu Weikersheim aber war noch einmal in demselben Jahre der Schauplatz eines ähnlichen Ereignisses. Aus der früheren Geschichte der Larbara-Kirche in Kreslau. Seit einer längeren Reihe von Jahren ist die St. Barbara- Kirche zu Breslau zugleich die Missionskirche der Londoner Gesellschaft für Israel daselbst. Durch die Güte des Städtischen Magistrates und des Kirchen-Vorstandes findet das Zeugniß des Evangeliums an die Herzen von Juden, welche die christliche Predigt hören wollen, und an die Herzen der evangelischen Christen, welche an der Bekehrung Israels in dieser Stadt mitzuarbeiten Willens sind, in diesem Gotteshause an allen Sonn- und Festtagen eine Stätte. Aber nicht erst in neuester Zeit hat sich die Barbara-Kirche in besonderer Weise für Israel und das Werk an demselben geöffnet, sondern alte Berichte erzählen davon, wie dies auch schon im Ansange des vorigen Jahrhunderts der Fall gewesen sei. Am 27. Januar 1713, so heißt es in einer kleinen Schrift zu Breslau in demselben Jahre erschienen, wurde bei St. Barbara unter sehr volkreicher Begleitung bestattet: Herr Ernst Ludwig Darmstädter.

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