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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 3-4 (1879) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
3-4 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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theilhaftig werden, ehe ihr anfangt von Glaubenssätzen zu sprechen und irrige Lehrsätze zu widerlegen. Derhalben ermahnen Wir einen Jeden unter euch, die ihr getauft zu werden begehrt, mit den Worten Jesu des Sohnes Sirach 5, 8. 9: „Bekehre dich zum Herr» ohne einigen Verzug und verweile nicht von einem Tage zum andern. Denn sein Zorn wird plötzlich kommen und wird dich in der Zeit der Rache verderben." Richtet vielmehr euren durch die Eingebung des heil. Geistes gefaßten Entschluß unter göttlichem Beistände in's Werk und laßt euch hierzu durch Unsere Geistlichkeit in den Glaubenspunkten unterrichten. Eure Bekehrung muß nicht obenhin geschehen und nicht einen leeren Wortstreit berühren, sondern auf die Veränderung eurer Sitten, auf die Reinigung eures Herzens und eurer Seele abzielen, wie es der Allerhöchste ehemals durch seinen Propheten Joel (2,12.13) vom Volke Israel begehrt: Bekehret euch zu mir von ganzem Herzen u. s. w. Und damit ihr diesem allerheiligsten Messias, welchen der Prophet das Lamm nennt, in der Demuth und Sanftmuth nachfolgt, so müßt ihr euch in dem Geiste der Demuth, des Gehorsams und der Lernbegierde üben. Denn bei Vorbereitung zum Bekenntniß des Glaubens an den Messias seid ihr verbunden, dem Unglauben, ingleichen den Jrrthümern des Judenthums und denen des Teufels zu entsagen, nicht zwar vor der Welt, sondern vor den Engeln, die eure Stämme in das Buch des Lebens eintragen. Weswegen eure Absagung nicht in bloßen Worten bestehen soll, sondern eure Sitten und Handlungen müssen damit übereinstimmen, was die wahren Kennzeichen eines rechtschaffenen und aufrichtigen Christen sind. Und da ihr nun überzeugt seid, daß ihr von Neuem mit einem hoffährtigen, mächtigen und listigen Feinde werdet zu streiten haben, so sehet zu, daß derselbe nicht jener einige Ueberbleibsel der Laster in euch treffe, denen ihr abzusagen im Begriff steht. So wie Wir aber weder Gewalt noch Ansehen gebrauchen, um euch dadurch zur Annehmung des Glaubens zu bewegen, also versprechen Wir dafür keine andere Belohnung als die Gnade des Lammes, welches Wir seine Barmherzigkeit euch zu erzeigen unaufhörlich anflehen. Allein Wir sind sehr besorgt, daß Wir nicht eben zu der Zeit, da Wir euch für Christen erkennen werden, in euren Handlungen und Sitten etwas darunter finden, das den Pflichten des Christenthums und den Gott gethanen Versprechungen zuwider wäre. Indem Wir mit Unserer gesammten Geistlichkeit den Herrn um die Vermehrung der Diener des ewigen Vaters anrufen werden, wollen Wir nicht unterlassen, ihn zugleich zu bitten, daß er euch vor den Versuchungen und Reizungen des Fleisches, der Welt und des Satans in Gnaden bewahre. Ihr werdet aus königlichen Befehl Briese für den Herrn

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