Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 3-4 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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56 so bitten wir Ew. Fürstl. Durchlaucht, Dero hohes Ansehen bei den polnischen Herren dahin anzuwenden, daß es uns erlaubt sein möchte, uns auf den königlichen Gütern niederzulassen. Denn da unsere Bekehrung eine Veränderung des Lebens und der Sitten erfordert, so müssen wir nothwendig für unsere Weiber und Kinder, Eltern und alte Leute eine sichere Wohnung haben und unfern Feinden zeigen, daß, da wir die Lehre der ewigen Wahrheit annehmen, wir uns auch unter die Gewalt der Lehre des Messias begeben und seine Stimme hören, sintemal geschrieben steht: „Bekehret euch, meine Söhne, bekehret euch von ganzem Herzen, denn ich bin euer Beschützer, und ich will Einen nehmen aus einer Stadt und Zwei von einem Stamme und will euch nach Zion führen, wo ich euch einen Hirten geben werde, der nach meinem Herzen ist; dieser wird euch weiden mit Klugheit und Zucht." Wir wünschten also, daß wir uns zu Busk und zu Glinianh niederlassen könnten; denn weil wir uns daselbst gleichsam mitten unter den Christen befänden, so könnten wir allda unser Brot ver-' dienen und mit einem ehrlichen Handel oder durch Handarbeit uns und die Unsrigen ernähren. Keiner aber von uns sollte sich hinfort unterstehen, einen Schenkwirth in Gasthöfen und Wirthshäusern abzugeben und gleichsam ein Diener der Trunkenheit zu sein, nach Gewohnheit der Talmudisten, die sich aus der Betrügerei ein Verdienst machen, durch doppeltes Anschreibcn das Blut der armen Christen auszusaugen. Sondern wir zittern vor dem Herrn, der auch die geringsten von unfern Handlungen untersucht. Wir bitten also Ew. Fürstl. Durchlaucht, jedesfalls an den Herrn Starost von Glinianh und an den Fürsten Jablonowski, Starosten zu Busk, zu schreiben, auf dessen Gütern sich schon viele der Unsrigen befinden. 3) Als wir zu Lemberg waren, hatten wir schon damals das beigefügte Schreiben an Se. Maj. den König fertig und bereit; wir wollten aber zuvor Ew. Fürstl. Durchlaucht Gutachten darüber vernehmen, ob Dieselben für dienlich befänden, daß wir solches abgehn ließen. Wir versichern Ew. Durchlaucht, daß wir noch immerhin ein brünstiges und beständiges Verlangen nach der heiligen Taufe haben. Wir ersuchen Dieselben, nur ein wirksames Mitleid mit unseren Seelen zu haben; und da wir wissen, wie giltig das Gebet Mosis und der Propheten vor dem Throne Gottes gewesen, auch für uns zu bitten, daß der große Gott nach seiner grundlosen