Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 3-4 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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42 Nachrichten aus Abessinien. Missionar Flad in Kornthal hat soeben Nachrichten aus Abessinien empfangen, die wir uns mitzutheilen beeilen. Derselbe schreibt: „Ich bin durch einen Brief aus Abessinien erfreut worden. 9 Monate war er unterwegs, aber ich habe dem Herrn von Herzen gedankt, daß er endlich gute Nachrichten brachte; denn bisjetzt fehlte mir noch die Anzeige der glücklichen Ankunft unsers l. Br. Gobau, der uns im Oktober 1877 hier verließ. Derselbe schreibt, er sei Ende Januar 1878 mit Allem, was er hatte (darunter 520 Maria- Theresia - Thaler, Gehälter für unsere l. Arbeiter dort), aus der Station Djenda zur großen Freude und Erquickung der Brüder angekommen. Er habe auf seiner theilweise gefährlichen Landreise deutlich erfahren dürfen, daß der Herr um der Gebete willen, die für ihn hinaufgeschickt wurden. Gefahren von ihm abgewendet und Feinden nicht zugelassen habe, ihm zu schaden. Am 23. Febr. war er in seinem Geburtsort. Sein Vater hatte ein Familienfest veranstaltet zu Ehren des seit 14 Jahren abwesenden und nun wiedergefundenen jüngsten Sohnes Gobau, der jetzt von den zahlreichen Familiengliedern bewundert wurde, denen er von Morgen bis Abend von dem Lande der Weißen und den Wundcrwegen, welche ihn der Herr geführt hatte, erzählen mußte. Das alte Großmütterchen hüpfte vor Freuden, saug wie eine Jungfrau und war voll Lobes und Dankes, daß sie den Tag des Wiedersehens ihres Enkelsohnes erleben durfte. „Alle Jahre", so erzählte sie, „habe ich die wiederkehrenden Störche gefragt: Habt ihr meinen Sohn im Lande der Weißen nicht gesehen? Ist er noch unter den Lebenden? Geht es ihm gut? Wann bringt ihr ihn mit euch zu mir zurück?" Br. Gobau führt auf der Station Aseso die Arbeit der so früh vollendeten lieben Brüder Samani und Agasche mit dem Debtera Gebra Egsiabher weiter fort. 20 Kinder besuchen regelmäßig die Schule. Die Gottesdienste und Bibelstundcn werden von 30 Proselyten regelmäßig besucht, außer den zeitweilig kommenden und wieder wegbleibenden Falaschas und Abessiniern. „Mit Besuchen bin ich", schreibt er, „dermaßen überhäuft, daß sic mir fast zur Last werden wollen. Habe oft Tage lang keine ruhige Stunde. Die Wenigsten kommen, um über das Wort Gottes zu