Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 35 (1879)
- Issue
- 3-4 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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40 zur Vorbereitung auf das erste theologische Examen fast nur die Nachtzeit benutzen, und hierunter litt sein schwacher Körper sehr. Im Juni desselben Jahres bestand er noch diese Prüfung. Nun hatte er viel zu predigen. Als er das erste Mal in der Stadt in St. Peter predigte, baten ihn zwei jüdische Bauherrn zuvor auf der Straße, daß er nicht wider die Juden predigen möge. Er antwortete ihnen, er würde dies allerdings thun, aber auf eine des Christen anständige Weise, und sie nicht verhaßt machen. Sie verließen ihn freundlich und hatten alle Ursache, in ihm einen wahren Freund zu erkennen. Später als Pastor hat er auch eine Anzahl seiner früheren Glaubensgenossen in die christliche Kirche ausgenommen. 1723 verließ Zeitmann noch einmal Frankfurt, um den jungen Gullmann nach Jena auf die Universität zu begleiten. 1725 aber wurde er als ordentlicher Kandidat am Frankfurter Armenhause angestellt, 1728 nach bestandener zweiter theologischer Prüfung zum Pastor von Oberrode erwählt, 1736 nach Sachsenhausen und Frankfurt berufen, 1742 Nachmittagsprediger au St. Peter und Dienstagsprediger an der Barfüßerkirche, 1743 Prediger am Hospital und an St. Catharinen. Alle diese Angaben entnehmen wir seiner Selbstbiographie, die wir in den Acta "Weimar, gefunden haben. Hinzugefügt wird dort derselben: „Er war ein gründlicher Gelehrter, besonders in Sprachen und Lehren der heil. Schrift; seine Predigten wohl ausgearbeitet, voll Geist und Kraft, erbaulich und lieblich; seine Aussprache deutlich und stark, daß keine Frankfurter Kirche ihm zu groß war. Seine Andacht bei den heiligen Sakramenten war erbaulich und exemplarisch. Er war so fleißig bei den Kranken, daß es wohl keine Straße giebt, die davon nicht Zcngniß geben kann. Sein Lebenswandel war unsträflich, im Umgang war er liebreich, dienstfertig und freundlich gegen seine Kollegen. Gehorsam der Obrigkeit hat er die Geringen nicht verachtet, den Armen Gutes gethan- Jedermann geliebt. 1729 heirathete er Elisabeth Sophie, des Matthias Servas Bansa, Bürgerkapitäns und Handelsmanns jüngste Tochter. Aus dieser Ehe entsprossen 11 Kinder, 7 Söhne und 4 Töchter. Bei