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Dibre Emeth · 1879-01-01 · 1-2 (1879) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
35 (1879)
Issue
1-2 (1879)
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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13 Aegypten wandernde Israel, welches für die Menschheit viel wichtiger geworden ist, als die weltbeherrschenden Völker der alten Zeik. Nein, die Bettler sind uns eine Zierde. Noch weniger erschrecken uns die Beinamen, die aus der heutigen Synagoge her unserem Zeugnisse gegeben werden; für Kinder soll es nur sein und Zuckerbrot, leeres, inhaltsloses, oft kindisches Gewäsch. Ungefähr ebenso hat man einst die Predigt des Apostel Paulus bezeichnet; Thorheit wurde dieselbe genannt und ein Aergerniß, seine Rede verächtlich und albern, er selbst aber ein Narr. Aber diese albernen Worte haben die ganze Weisheit der Welt zu Schanden gemacht, haben die Synagoge in den Winkel gedrängt, haben hell die Welt durchleuchtet, da doch das Licht der stolzen Philosophien und Wissenschaften erlosch, sind die Lehrmeister der Völker geworden, und die Menschheit lebt von dem, was sie in der Schule derselben gelernt hat. Jst's denn wirklich ein Ruhm für die Synagoge, wenn sie diese Predigt und dieses Zeugniß so verächtlich behandelt, da sie durch dieselben doch thatsächlich so sehr in den Schatten gestellt worden ist? Unter den Juden hat denn auch stets so manches Herz die Macht des Evangeliums erfahren, und kaum sind zu einer Zeit so viele derselben durch diese thörichte Predigt überwunden worden, als in unserem Jahrhundert, das nur in vereinzelten Fällen Gewaltmaßregeln zur Bekehrung der Juden angewandt hat. Wir haben in unserem Blatte an der Hand der Statistik nachzuweisen gesucht, daß in diesem Jahrhundert mindestens 100,000 Juden zur christlichen Kirche übergetreten sind, haben aber freilich hinzugefügt, daß es uns keineswegs in den Sinn komme, bei allen Uebertritten lautere und reine Motive zu behaupten. Dennoch steht, mit Ausnahme der Apostelzeit, auch in diesem Punkte kaum eine Zeit günstiger da, als dieses Jahrhundert. Der Uebergang aus dem Talmudischen zum Kultur-Judenthum ist für sehr viele einzelne Israeliten ein Anlaß geworden, ihr Fundament noch einmal zu prüfen, und das hat eine große Zahl derselben der Kirche zugeführt. Herr Philippson redet aber von statistischen Fälschungen, d. h. in sehr feiner und liebenswürdiger Weise bürdet er solche dem Herausgeber dieses Blattes auf. Seltsam! In einem früheren Jahrgange seiner Zeitung läßt er sich selbst in einem Artikel aus

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