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Dibre Emeth · 1878-01-01 · 7-8 (1878) · page 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
34 (1878)
Issue
7-8 (1878)
Date
1878-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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132 nichts im Vergleiche mit der heutigen Welt. Der Glanz der Kulturherrlichkeit schien ihm jene weit zu überstrahlen. Ich führte ihn in vergangene Zeiten zurück und zeigte ihm den einsamen Abraham allein der Bildung und Kultur Babyloniens, Egyptens und Canaans mit seinem Glauben gegenübertretend, und die Apostel das weise Athen, das reiche Corinth, das siegestrunkene Rom zu ihrem Evangelium rufend — Abraham und die Apostel leben und üben größere Macht auf Erden denn je aus, aber die stolze Gegenwart, welche sie einst umgab, hat nur Ruinen hinterlassen. Das Latein des gebildeten Herrn war zu Ende. Da rafft er sich auf und erzählt: „In einer Gemeinde predigt ein stellvertretender Rabbi zwei Monate lang, er giebt sich die äußerste Mühe, erntet aber keine Frucht. Als er beim Gemeindevorsteher Abschied nimmt, fordert ihn derselbe auf, mit einem Blasebalg, den er ihm in die Hand legt, in die Asche hineinzublasen. Der Rabbi thut cs, aber nur Staub wirbelt auf, und Feuer läßt sich nicht erwecken. Darauf holt der Vorsteher einige Funken und legt sie in das Reisig, welches die Asche bedeckt, hinein; er bittet den Rabbi, noch einmal den Blasebalg zu gebrauchen, und ein lustiges Feuer lodert auf. Der Vorsteher aber wendet sich hiernach an den Rabbi und sagt zu ihm: „Sehen Sie, bei uns ist kein Funken, geben Sie sich keine Mühe" —.auch bei mir", setzte der Kaufmann hinzu, mich direct anredend, „ist kein Funke, ich glaube gar nichts." „Ich aber werde blasen", antwortete ich, „denn ich sehe zwar eine dicke Aschenlage über Ihrem Herzen, aber ich glaube dennoch, daß unter derselben ein Funke schlummert; den kann, wenn die Asche weg ist, das Blasen ansachen." Ein Freund rief hierauf den Kaufmann ab, der wandte sich noch einmal um und rief mir lächelnd zu: „Kein Funke!" 33. Hroße Schlacht. Die Juden waren erregt. Kaum ließ ich mich blicken, so eilten sie in Schaaren herbei, 50—60 bildeten den Kreis der Zuhörer und Redner. Von allen Seiten geschahen die Angriffe auf einmal, ich mußte das Schwert zur Rechten und Linken gleichzeitig schwingen. „Gott kann keinen Sohn haben." „Aber das A. T. lehrt es." „Das ist ein Sohn Gottes, wie wir Alle es sind." „Aber Micha sagt von dem Messias, daß seine Ausgänge aus der Ewigkeit her sind." „So ist Micha ein falscher Prophet." „Ich

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