Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 34 (1878)
- Issue
- 1-2 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 können. Denn sich auch viel der Sophisten solches unterwunden, aber gleich wie sie es in ihrem eigenen Namen angreifen, so ist auch nichts draus worden, denn sie wollten den Teufel mit Teufel ausjagen und nicht mit Gottes Finger. Auf's Erst, daß der jetzige Glaub der Juden und Harren auf Messias Zukunft unrecht sei, beweist der Spruch 1. Mose 49, da Jakob spricht, der heilig Erzvater: Es soll das Scepter nicht von Juda gewandt werden, noch ein Leiter von seinen Füßen, bis daß komme der Silo, und demselben werden die Völker anhangen. Er wird sein Füllen an den Weinstock binden u. s. w. Dieser Spruch ist eine göttliche Verheißung, die nicht lügen mag und erfüllet werden muß, oder verging eher Himmel und Erde. So können die Juden nicht leugnen, daß sie, seit der Zeit Jerusalem zerstört ist, nun wohl 1500 Jahr kein Scepter, das ist kein Königreich noch König gehabt haben. Darum muß zuvor der Silo oder Messias kommen sein vor diesen 1500 Jahren und vor der Zerstörung Jerusalem. Dazu, weil hier Jakob spricht: Das Scepter soll währen, bis Messias kommt, so folgt klärlich, daß solch Scepter nicht allein nicht muß unterh,geen sondern viel herrlicher werden, denn es zuvor, ehe Messias kommt, gewesen ist. Darum mag dieser Spruch von Niemand anders, denn von Jesu Christo, unserm Herrn, verstanden werden, welcher ist von dem Stamme Juda aus dem königlichen Haus David. Und ist kommen, da das Scepter an Herodes, den Fremdling, kam, und bisher König gewesen und bleibt diese 1500 Jahr bis in Ewigkeit. Denn sein Reich ist ausgebreitet bis an's Ende der Welt, wie die Propheten gesagt haben, und die Völker sind ihm zugefallen, wie hie Jakob sagt. Und ist nicht möglich, daß ein größer König möcht werden auf Erden, dessen Namen sich mehr Völker rühmten, denn dieses Jesu Christi. Er aber sollte das Scepter einnehmen ewiglich, daß Keiner mehr ihm nachfolgte. Damit ist angezeigt, daß sein Königreich sollt geistlich sein, das dem leiblichen nachfolget, denn keine Person kann ein ewiges Königreich haben, die da sterblich ist und leiblich regieret. Darum hat das Scepter Juda wohl gewährt von David an bis auf Silo, als das leiblich war und sterblich König hat nach einander. Aber da Silo kommen ist, bleibt es auf einer Person ewiglich, und hat nicht mehr König