Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 11-12 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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182 digung des dem Fleische Gefallenden suchen, sondern die Gewissen und die Herzen sind unser Ackerfeld. Doch einen Trost nahm ich auch hier mit. Mag immerhin religiöses Gespräch die Herzen so vieler unserer Inden in gleicher Weise wie Kartenspiel u. dgl. belustigen und erfreuen, mag Heiliges und Unheiligcs so auf's Trübste mit einander vermischt, mag auch das Heilige noch so oft zum bloßen Genuß herabgewürdigt werden. Eins ist mir in diesem Falle wie auf der ganzen Missionsreise auf's Lebhafteste zum Bewußtsein gekommen: Der Herr selbst und Sein Wort stehn noch unter den Inden; Er selbst ist aus ihrer Mitte in Seiner Erbarmung noch nicht gewichen, wie falsch und schlecht sie Ihn gleich verstehen mögen; Er macht Seine Gegenwart ihnen stets von Neuem fühlbar, wie gebrochen auch die Strahlen derselben zu ihnen dringen; Er begegnet ihnen auf Schritt und Tritt, und sie können Ihm nicht ausweichen, sondern müssen wenigstens von Ihm reden. So wird Er denn aber auch Seine Zusage erfüllen und weiter bei ihnen ausharren und immer gewaltiger sich vor ihnen offenbaren, bis Er auch in ihre Herzen eintritt und ihr Heiland und ihr Friedefürst wird. Und das ist die selige Gewißheit, die hier ein Missionar unter Israel als das Resultat einer längeren Missionsreise ausspricht. Zur Zahl -er Judentauftn in diesem Jahrhundert. Das Landes-Konsistorium zu Hannover hat es in besonderer Gewogenheit unserem Blatte ermöglicht, über die Zahl der Judentaufen während dieses Jahrhunderts wenigstens im Konsistorial- Bezirk Hannover die zuverlässigsten Mittheiluugen zu bringen. Die Art, in welcher die auf den Gegenstand bezüglichen Listen geführt worden sind, muß geradeswegs eine mustergiltige genannt werden. Bon 1800 an ist auf's Sorgfältigste verzeichnet worden, wie viele jüdische Personen ein jedes Jahr in die evangelische Landeskirche des betreffenden Bezirkes ausgenommen worden sind; dabei hat man ganze Familien, einzelne Männer, einzelne Frauen und einzelne Kinder unterschieden; in jedem Falle ist auch der Ort des Uebertritts verzeichnet und oftmals sogar der Stand der Proselyten. Wir lassen nun zunächst die Zahlenangaben aus dem Kons.- Bezirk Hannover folgen. Cs traten über Juden: