Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 7-8 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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12? Auch acht bis zehn Familien der Kartier leben seit 200 Jahren in Jerusalem. Man wird sich erinnern, daß dieselben den Talmud verwerfen und nur das Alte Testament gelten lassen. Alle ihre Söhne sind Nasiräer. Ein alter Gruß an die Arbeiter unter Israel. Im Jahre 1760 machten die beiden Missionare des Halleschen Caüenberg'schen Instituts Tychsen, der nachmalige Professor der orientalischen Sprachen, und Röpcr, hernach Pastor in Reese bei Grabow, eine Missivnsreise, welche sie auch durch Mecklenburg führte. Sie fanden hier viele Theilnahme unter den Christen. Eine alte Stiftsdame insbesondere war herzlich durch Alles, was sie von den Beiden gehört hatte, bewegt worden, und so dichtete sie ihnen zum Abschiede ein Lied, das vielleicht Manchem, der Israels Heil sucht und für dasselbe arbeitet oder betet, lieb werden wird. Es folge hiermit; wir fanden es im 12. Stück der von Stephan Schultz herausgegebenen „Ferneren Nachrichten". Wo Jesus ist, quillt lauter Segen, Wo Jesus wohnt, weicht aller Schmerz; Sein Wink weiß allen Sturm zu legen. Sein wachsam Aug' bewahrt das Herz. Als Gott, als Held, als Ueberwinder Schafft er den Seinen frei Geleit. O hört's und merkt's und glaubt's, ihr Kinder, Und freut euch deß zu aller Zeit: Euch führt der HErr als seine Knechte, Er gängelt euch an seiner Hand! — So geht, verkündigt seine Rechte, Macht seinen Liebesrath bekannt. Durch's Mittlers Blut, dnrch's Lammes Thräuen Hält er euch fest in seinem Schooß, Und dann erfüllt er euer Sehnen Und macht euch ewig sorgenlos!" —