Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 7-8 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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110 Consuls auf eine sehr honette Art geschähe; setzte ich ganz allein meine Reise fort über Beruth nach Damascus, von da auf das Gebürge Libanon, ferner nach Tripolis in Syrien; gieng auf den Hügel des Berges Libanon, wo die berühmten Cedern stehen; sodann über Sidon nud Tyrus wieder nach Ptolomais. 8. 11. Weiter kam ich über Cyprus,Rhodus,Satalia und Ehios wieder zurück nach Smirna; an welchem letztern Orte mit einer Predigt öffentlich Abschied nahm, und darauf durch den Archipelagum über Ragusa nach Triefte, von da nach Fiume, alsdann nachVenedig, ferner durch Tyrol über Augsburg, Regensburg, N ü r n b e r g, L e i p z i g nach Halle. Wo selbst ich am 16ten October 1756 und also noch sünfthalb Jahren, von einer aus mehr als zwey tausend Meilen bestehenden Reise wiederum glücklich und gesund anlangete. 8. 12. Mein Hauptzweck auf dieser ganzen Reise, war ausser obgedachten allgemeinen, auch dieser, zu untersuchen, theils ob man in diesen Ländern Arbeit finde, theils wie sie anzngreifen sch? Wie weit diese beyden Fragen von der Erfahrung beantwortet worden, soll in dem 3ten und folgenden Stücken der Fernern Nachricht, in deren 2ten Stück bereits der Anfang gemacht ist, zu seiner Zeit mit mehrern gemeldet werden; wobey auch manche andere nützliche Anmerkungen Vorkommen sollen: so, daß diese Stücke der Berichte, hoffentlich zugleich eine nicht unnütze orientalische Reisebeschreibuug werden abgeben können; und vielleicht der Anfang sehn möchten, zu mehrern Nachrichten solcher Art, wann der HErr, diese mit nicht geringer Gefahr, Mühseligkeit und schweren Prüfungen, aufgethane Thür, offen zu halten, und einen weitern Eingang durch dieselbe zu veranlassen und zu fördern, sich in Gnaden und nach seiner grossen Barmherzigkeit gefallen liesse. Uebrigens ist dies gewis: der Arbeit ist viel, aber der Arbeiter sind wenige. Wer beten kann, der bete, daß der HErr selbst Arbeiter in seine Erndte senden möge. Ich aber in getroster Hofnuug auf die Macht und Gnade des HErrn, welcher mich auf dieser so langwierigen Reise, aus so mancher Gefahr zu Wasser und zu Lande errettet, und meine Arbeit nicht hat vergeblich sehn lassen, vereinige mein Flehen mit der Kirche GOttes und sage: HErr! das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen! Amen.