Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 7-8 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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107 §. 3. Unsere Reise geschähe von Halle aus, über Jena, Coburg, Hildburghausen, Bamberg, Nürnberg nach Regenspurg. Hier setzten wir uns auf die Donau und fuhren über Wien, Graitz, Triefte und Venedig nach Ancona. §. 4. Von da fuhren wir unter holländischer Flagge in dem Adriatischen Meer wegen des theils entgegenstehenden, theils schwachen Windes bald auf der Jllyrischen, bald auf der Jtaliänischen Seite hin und her. Bei Brondusio wurden wir durch einen Sturm in den Hafen getrieben; giengen aber nach 2 Tagen in die See, und kamen in den Archipelagum. In Varica, so Zerigo gegen über lieget, mußten wir abermal wegen des Sturms einlaufen: er war so heftig, daß wir in dem Hafen selbst, nebst andern Schiffen etliche Anker verlohren, auch sonst dabey unsers Lebens nicht sicher waren. Endlich wurde es nach etlichen Tagen wieder stille, und wir fuhren weiter durch den Archipelagum; und kamen nach Miconi, einer Insul, welche von Griechen bewohnet wird. Hier blieben wir über 8 Tage, weil einige hiesige griechische Kaustente mit ihren Waaren ausstiegen. Mit diesen hatten wir, wie vorher im Schis, als auch besonders hier in der Stadt, einen nützlichen Umgang; und wurde uns nicht nur von ihnen, sondern auch von den andern Einwohnern dieser Stadt, viele Liebe erwiesen. Ferner fuhren wir bis Chios, und von dorten, bey guten doch nicht starkem Winde, vollends nach Smirna; wo wir am 25 November des obbesagtcn 1752stcn Jahres ankamcn; blieben aber an gedachtem Tage noch auf dem Schis, weil der Abend anbrach. Des folgenden Tages giengen wir in die Stadt, und traten also GOtt Lob! gesund und wohlbehalten in Asien ein. Diese Stadt enthielte vormals eine von den sieben Gemeinden, an deren Bischösfe JEsus feine Hirtenbriefe durch Johannem hat schreiben lassen; Offenb. Joh. 2, 8. und stehet noch alleine in blühenden Zustand, da die andern sechse entweder ganz verwüstet, oder doch schlecht beschaffen sind. Hier wurden wir von den Consuln, Kauflcuten und andern Europäern aufs freundlichste bewillkouimet. 8- 5. Nach 3 Wochen gingen wir mit einem Türkischen Schis über Tinedos, durch die Dardanellen nach Kouftantinvpcl und