Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 33 (1877)
- Issue
- 1-2 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Dibre Eineth oder Stimmen -er Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Begonnen von I. C. Hartmann, fortgesetzt von & -e U Roi. Nr. 1 u. 2. 1877. 33. Jahrgang. An -er Wende -er Zeilen. „Jerusalem wird von den Völkern zertreten werden, bis der Völker Zeiten erfüllt sind", sagt der Heiland kurze Zeit vor seiner schließlichen Verwerfung durch Jerusalem und Israel. Das Wort hat sich erfüllt. Jerusalem ist zertreten worden und „Israel unter alle Völker gefangen geführt". Die heidnischen Nationen sind eine nach der andern in das Königreich Christi eiugegangen; und die noch ferne sind, werden größtentheils entweder mit Gewalt zerbrochen, oder sie verlassen freiwillig ihre Heiligthümer, um offenbar auch über kurz oder lang in die Reihen der Christenheit einzutreten. Unter den Nationen selbst aber lassen sich wieder, wie auch in der vorchristlichen Zeit, führende und geführte unterscheiden; und unter denen, welche an der Spitze stehen, findet ein Wechsel statt. Keine einzige Nation hat die ganze christliche Zeit allein beherrscht, und auch keine Völkergruppe ist zu aller Zeit die bestimmende geblieben. Der Herr hat von „Zeiten der Völker" geredet und hat damit angcdcntet, daß die Macht innerhalb der großen Völkcrwelt von einer Nation auf die andere übergehen würde; er hat aber auch ausdrücklich hinzugefügt, daß diese Zeiten einmal „erfüllt" sein werden, und cs also ein Ziel mit solchem Wechsel haben soll. Die Völker, welche in Christi Reich „eingcgangen" sind, werden eben auch einmal wieder einem andern Herrn dienen, und deswegen wird ihnen „das Reich" wieder genommen, welches ihnen zuvor „gegeben" war. In der That verlieren die christlichen Völker, welche mit ihrem nationalen Leben nicht länger einen Gottesdienst, sondern entweder