Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 32 (1876)
- Issue
- 11-12 (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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178 die Liebe zu ihm in's Herz zu pflanzen, bei dem talmudischen Juden, weil derselbe von Jugend auf nicht blos gelehrt, ist, alle Christen als die ärgsten Götzendiener und die Missionare als Verführer zu solchem Götzendienst zu betrachten, sondern auch gewöhnt ist, nur mit dem Verstände und dem mit demselben erdachten Ceremonienkram Gotte zu dienen. Es erscheint wie unmöglich, durch diesen Panzer in's Herz hindurchzudringen, es zu einem zerschlagenen und zerbrochenen Herzen zu machen, dessen sich der Heiland so gern erbarmt. Aber es scheint auch nur so. Das Wort Gottes ist und bleibt das zweischneidige Schwert, das auch durch solchen Panzer hindurchzudringen vermag, es ist der Hammer, der auch solche Felsenherzen zerschlagen kann, und darum darf die Liebe nicht matt noch müde werden, dieses Schwert des Geistes zu führen und die verwundeten und zerschlagenen Herzen mit dem Balsam der Hcilandsliebe zu heilen. Der HErr unser Gott segne dies in Polen neu begonnene Missionswerk; er lasse die Verkündigung seiner unendlichen Liebe, die in Jesu Christo, seinem Sohne, offenbar geworden ist, in vieler Juden Herz als ein Same fallen, der Frucht bringt zum ewigen Leben! Er erwecke aber auch diesem Werke unter den christlichen Brüdern viele Helfer, die betende Hände zu ihm ausheben, daß er die Arbeiter auf diesem Missionsfelde ausrüste mit seinem Geist und seiner Kraft, recht viele Glieder seines alten Bundesvolkes für den neuen Bund zu berufen und zu gewinnen, den er gestiftet hat durch Jesum Christum, unfern HErrn! K. K. An 68. Msfionsjahr liegt bereits hinter der Londoner Gesellschaft für Israel. Sie ist noch nicht müde geworden in ihrer Arbeit, sondern hat vielmehr im Warten und Harren, im Glauben und Hoffen stets neue Geduld und frischen Muth zu dem Werke gewonnen, das sie ausgenommen hat, um das Gebot zu erfüllen, welches allen Völkern, Israel mit eingeschlossen, die frohe Botschaft von dem Heil aller Sünder verkündigen heißt. Ihr Arbeitsgebiet ist denn auch nicht geringer geworden, sondern hat sich im Gegentheil weiter und weiter ausgebreitet; ja, ihre Boten gehen den zerstreuten Kindern Israels bereits in dreien Welttheilcn: Europa, Asien und Afrika nach, so