Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 32 (1876)
- Issue
- 3-4 (1876)
- Date
- 1876-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554828-2554831--06523-2562512- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Dibre Gmelh oder Stimme« der Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Begonnen von I. C. Hartman«, fortgesetzt von B. de le Roi. Nr. 3 n. 4. 1876. 32. Jahrgang. Sticke in de» Orient. Der Ankauf einer bedeutenden Anzahl der Aktien des Suez- Kanals durch England hat cs recht deutlich an den Tag gelegt, wie allgemein die Zuversicht auf eine mögliche Erhaltung der türkischen Herrschaft in Europa sowohl als in Asien geschwunden ist. England, welches doch für dieselbe bisher am eifrigsten eintrat, denkt nunmehr, die Sache beim rechten Namen genannt, nur noch daran, sich zu rechter Zeit seinen Theil an der Erbschaft des todtkranken Mannes zu sichern. Der Ankauf jener Aktien soll ihm, so hofft es wenigstens, im Voraus eine sichere Position auf dem Schauplatze der Entscheidung verschaffen und ihm die nächste Verbindungsstraße mit seinen indischen Besitzungen offen erhalten. In der That ist ja auch der Zusammenbruch der türkischen Herrschaft nur eine Frage der Zeit. Mögen selbst die stets neu ansbrcchcnden Aufstände der christlichen Stämme, welche das türkische Joch nicht ertragen können, noch etliche Male wieder unterdrückt werden, schließlich endigen sie doch mit der Abschüttelung des muhamedanischen Regiments. Jndeß aber suchen die verschiedenen politischen und geistigen Mächte, welche den Kampf um jene Gegenden und ihre Bevölkerung ausgenommen haben, sich daselbst möglichst zu verfestigen und ihre Stellung zu stärken. Das ganze Gebiet ist daher so recht eigentlich ein Kriegesgebict geworden, und auch die friedlichste Arbeit daselbst wird hiervon beeinflußt. Der Muhamedanismus will sich freilich nicht gutwillig in sein Schicksal ergeben, sondern versucht noch auf alle Weise, das Heft in den Händen zu behalten. Eben daher läßt er nun auch