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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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40 Opposition von Seiten der Lateiner, der Griechen und der Muhamedaner eine sehr heftige ist. Die eingeborene arabische Gemeinde consolidirt sich jetzt unter der Leitung des Rev. Klein von der Kirchlichen Missionsgesellschaft, dessen neue Kirche am 29. November feierlich eröffnet werden soll (ist inzwischen geschehen). Sie zählt etwa 100 Seelen, arbeitet aber unter manchen Schwierigkeiten von Innen und von Außen. Von Innen nicht sowohl in Folge von Vornrtheilen oder Lehrirrthümern oder von geistlicher Unwissenheit, sondern in Folge der Schwierigkeit, die bösen Gewohnheiten und Ränke, in welchen die Eingeborenen ausgewachsen sind, auszurotten, und das bezieht sich auf alle unsere Eingeborcnen-Gemeinden. Von Außen sind die Nachtheile in Jerusalem größer als sonst wo, weil hier die Hierarchieen einen größeren Einfluß besitzen. Denn es giebt Viele, welche die Wahrheit wissen und die sich unserer evangelischen Kirche gern anschließen würden, aber da sie in Häusern, welche den Klöstern gehören, leben, fürchten sie sich, daß, wenn sie sich als Protestanten bekenneten, sie aus ihren Wohnungen würden vertrieben werden. Es ist wahr, daß, wenn sie einen erleuchteteren und lebendigeren Glauben besäßen, sie diese Schwierigkeit überwinden würden; aber da es jetzt häufig unmöglich ist, selbst gegen hohe Miethe Häuser zu finden, so muß man mit den armen Leuten nur ein tiefes Mitleid haben. Die Kirchlichen Deutschen (von der preußisch-evangel. Kirche) haben in Jerusalem eine Schule, hauptsächlich für Kinder beider Geschlechter; eine Schule, in welcher mehr als 100 arme Mädchen Unterhalt und Unterricht von den Kaiserswerther Diakonissen empfangen, die auch ein Hospital haben, in welchem Kranke aller religiösen Bekenntnisse Aufnahme finden, und eine ähnliche Schule für Knaben unter Herrn Schneller, der in Verbindung mit der St. Chrischona bei Basel steht. Sie haben auch eine Missionsstation in Bethlehem, mit einer Eingeborenen-Gemeinde von 40—50 Personen, und 3 Schulen, unter Leitung des Rev. Müller von der bischöflichen Kirche, der den Gottesdienst genau nach der englischen Liturgie begeht. Ich übertrug diese Station vor einigen Jahren an die Deutschen, als ich sie aus Mangel an Mitteln nicht länger erhalten konnte. Ich nenne diese Deutschen, welche dem Augsburgischen Glaubensbekenntnisse zugethan sind, die Kirchlichen,

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