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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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34 festgesetzten Gebetstage zu beten, daß der Herr uns mehr Gnade und seinen heiligen Geist schenken wolle, damit wir geschickte Werkzeuge in seiner Hand werden mögen, die verlornen Schafe vom Hause Israel zu ihrem guten Hirten zu führen. Im Allgemeinen sind keine der Tätigkeiten, mögen sie von Gesellschaften oder Einzelnen getrieben werden, ohne ihre Heimsuchungen geblieben; doch läßt nns der Herr genug Früchte in unserer Arbeit des Evangeliums sehen, um uns den Muth zu machen, geduldig im Harren auf seinen Segen und auf seine allgenugsame Gnade zu verbleiben. Man muß sich immer wieder daran erinnern, daß der Anfang eine harte Arbeit war, in Folge der allgemeinen Unwissenheit des Volkes und seiner sprüchwörtlichen Verlogenheit, Aberglauben und Abhängigkeit von einer unwissenden und verdorbenen Priesterschast. Daher haben Alle, die ihre Hände an dieses Werk gelegt haben, bald erkannt, daß man zuerst mit einer Erziehung des Volkes beginnen müsse, die sich in Uebereinstimmung mit dem Worte Gottes und im Gegensätze gegen alle Jrrthümer, üblen Neigungen und üblen Gewohnheiten dieses betrogenen Volkes befindet. Und im Gebiete der Erziehung und des Unterrichtes hat der Erfolg alle unsere Erwartungen übertroffen, trotz der heftigen und anhaltenden Opposition der katholischen und griechischen Hierarchieen, die zuweilen an der türkischen Obrigkeit ihren Rückhalt fanden. Denn während es vor 27 Jahren keine christliche Schule irgend einer Kirche gab, haben wir nun 32 oder 33 protestantische Schulen in Palästina, in denen zwischen 1400 und 1500 Kinder beider Geschlechter und von 5 oder 6 christlichen Kirchen, außer Juden, Samaritanern, Drusen und Muhamedanern treulich im Worte Gottes unterrichtet werden. Und von ihnen, wie von anderen Erziehungsbemühungen dürfen wir, wie ich glaube, mit vollem Recht gute Früchte in dem Heranwachsenden Geschlechte erwarten. Da sich das Volk im Allgemeinen in einem Zustande der Verarmung befindet, so sind alle diese Schulen fast völlig Freischulen, mit Ausnahme der 2 deutschen Schulen hier und in Jaffa. 9 dieser Schulen liegen mir persönlich ob, außer einer höheren Schule in Kessab, in der Nähe von Antiochien, wo sich eine kleine Gemeinde von 30 bis 40 Familien, die mit unserer Kirche in Verbindung steht, befindet, deren Lehrer in meinem Waisenhause

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