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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 11-12 (1874) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
11-12 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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188 innerhalb 11 Jahren im Ganzen 1,577 Kinder; in Jerusalem 46 Knaben, 94 Mädchen, darunter 62 jüdischer Abkunst; in Jaffa 71, darunter 30 Jüdinnen, im Libanon 25, in Damaskus 32 jüdische Kinder; in Algier 135 Mädchen, 170 Erwachsene, darunter 70 Juden, 60 Araber, 40 Europäer; außerdem 11 Knaben; in Tunis 59 Knaben, 70 Erwachsene, 92 Mädchen; d. h. also diese Missionsschulen waren von gegen 1,500 Kindern und Erwachsenen besucht. Sehr bedeutend war wieder die Verbreitung von allerlei Schriften: Alte und Neue Testamente oder einzelne Theile derselben 17,332 Exemplare, 669 neutestamentliche Schriften mit den Kommentaren Dr. Biesenthals, das englische Gebetbuch in verschiedenen Sprachen 212 Expl., Missionsbücher 5,971, Missionstraktate 60,716 und Schriften zur Empfehlung der Mission 33,498, also im Ganzen weit über 100,000 Schriften in 16 Sprachen. Eine der interessantesten Stationen bleibt London. Tüchtige' und begabte Männer an diesem Muttersitz des ganzen Missionswerkes der Gesellschaft wissen immer neue Wege aufzufinden, auf denen sie au die jüdischen Herzen zu dringen versuchen. Besonders erfreulich ist es, mit welcher Bereitwilligkeit Männer und Frauen aus allen Standes- und Bildungsverhältnissen die Einladung der Missionare annehmen und in die Kirchen kommen, um Ansprachen über mcssianische Weissagungen anzuhören. Als man das erste Mal einen solchen Versuch machte, war es die Neugier, die Beweise zu hören, die zu Gunsten des christlichen Glaubens angeführt werden könnten, welche unzweifelhaft Viele herbeizog. Dies natürliche Gefühl ist nun aber in London wenigstens hinreichend befriedigt worden, und doch nimmt die Zahl der Besucher dieser Gottesdienste nicht ab. In Distrikten mit einer größeren jüdischen Bevölkerung wie Whitechapel, Spitalfields und Commercial Road waren unabänderlich 4— 800 Hörer zugegen, was allerdings in den aristokratischeren Vorstädten nicht der Fall war. Dennoch fand sich, wo auch immer eine Predigt angezeigt wurde, stets eine hübsche Zahl aufmerksamer Juden inmitten der christlichen Gottesdienstbesucher. Auch sind diese Bemühungen nicht auf London beschränkt geblieben, sondern Ansprachen in mehreren der hauptsächlichsten jüdischen Mittelpunkte der Provinz gehalten worden. Das Interesse, mit welchem man den Ausführungen zuhörte, konnte man deutlich auf den Gesichtern der Versammelten wahrnehmen.

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