Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 7-8 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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128 es das Eingehn auf das Gewissen des Menschen, daß es das einfache Nahebringen der Wahrheit des Evangeliums gewesen, wodurch sie ihre größten Triumphe für den Heiland davongetragen hätten. Ich wünsche, daß viele junge Leute ihre Aufmerksamkeit auf dieses höchst beachtenswerthe Arbeitsfeld richten möchten. Nach meiner Ueberzeugung ist es von großer Wichtigkeit, daß kein Unterschied zwischen uns bestehe, sondern beide, Juden und Christen aus den anderen Nationen Hand in Hand gehen, um von der Liebe Christi zu zeugen, und danach trachten, Seelen zu seinem Ruhme zu gewinnen. Und noch Eins wollte ich mit allem Ernst betonen. Betrachten wir die Einfachheit des Evangeliums, jene Einfachheit, die von Anfang an bemerkt worden ist. Ich habe Manche sagen hören, daß der Jude in seinem Charakter ein Orientale sei, und daß man einer wärmeren Form der Gottesverehrung bedürfe, als der im Protestantismus üblichen, um seine Aufmerksamkeit zu gewinnendaß man eben deshalb mehr von dem künstlichen Beiwerk unserer Tage annehmen müsse. Ich hoffe aber, daß diese Gesellschaft bei der Einfachheit des Evangeliums Christi bleiben wird; denn in dem Augenblicke, wo diese verlassen wird, müssen zwei Dinge erfolgen. Zuerst, daß der Jude jene genaue Unterscheidung, die ihm beizubringen, fünfzig Jahre gekostet hat, wieder verliert: nämlich, daß römisches Wesen nicht Christenthum ist; und das Zweite ist, daß wir ihm die Realität des Evangeliums verdecken und ihn wieder von dem eigentlichen Sinne jener großen Vorbilder und Schatten seiner alttestamentlichen Opfer und seines aaronitischen Priesterthums hinwegführen. Wir würden ihm also nur einen Stein des Anstoßes in den Weg legen. Jetzt wird mir unser Werk täglich wichtiger; denn wer kann sagen, wie bald der Heiland wiederkommen wird, nach dem wir verlangend blicken? Ich habe gehört, daß die Juden bei ihrm Festen oft einander zurufen: „Nächstes Jahr in Jerusalem!" Wer kann sagen, wie bald die Zeit kommen wird, da Zions König siegreich herrschen wird? Sollen wir da nicht wachend auf unserem Posten auf den Mauern Zions erfunden werden, so daß, wenn Er kommt, er zu Jedem unter uns sagen könne: „Ei du frommer und getreuer Knecht!"? Inhalt: Melchisedek. (Schluß.) — Vom Jahressest der Londoner Gesellschaft für Israel. Preis des Jahrganges 10 Sgr. Briefe und Liebesgaben für die Inden« Mission sende mangcfiilligstan „Pastor de leRoi, Breslau, Grün-Straße 20". 3« Commission: Carl Dülfer's Buchhandlung in Bresla«. Druck der Schreiherhau-Diesdvrser Rettimgr-Anstalten. (Dierdorf bei Kühnem.)