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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 7-8 (1874) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
7-8 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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IIS verbreitet war. Und wo sind nun diese Leute? Wo sind nun die Juden? Sie sind aüerwärts! Durch das göttliche Walten zum Lohn ihrer Sünde zerstreut, sind sie, so vereinzelt und zerstreut sie immer leben, dennoch in jedem Lande wohl bekannt. Sie sind durch Handels-Geschäfte mit jedem Welttheile verknüpft und müssen sich natürlich mit sehr vielen der Sprachen, die jetzt gesprochen werden, bekannt machen; so aber werden sie, wie wir glauben, vorbereitet, dann, wenn Gott durch seinen heiligen Geist neues Leben in ihre tobten Gebeine ergießen wird, sich in jedem Theile der Welt zu erheben, die Sprache jedes Volkes zu sprechen und zu einer mächtigen Armee zu werden, um als die großen Missionare der Welt den Ruhm des Messias zu verkündigen, den sie jetzt verwerfen, und im Norden, im Süden, im Osten, im Westen alle die herrlichen Verheißungen und Zusagen der Erlösung zu ihrer Erfüllung zu bringen. Ist es nicht eine bemerkenswerthe Thatsache, daß während die anderen alten Nationen der Welt vergangen sind — denn man kann die Nachkommen der alten Babylonier, der alten Assyrer, der chaldäischen oder der persischen Monarchie nicht Nachweisen, kann nicht sagen, wer nun die wirklichen Repräsentanten dieser mächtigen Königreiche sind — ist es nicht, frage ich, eine bemerkenswerthe Thatsache, daß eben dasselbe durchaus nicht für die Juden gilt? Der Jude ist überall bekannt, und wir werden mächtig an die Weissagung Bileams erinnert: „Sieh, dieses Volk wird allein wohnen und nicht unter die Völker gezählt werden". Sicher muß ein besonderes göttliches Walten darin stattgeftrnden haben, daß die ernsten Gerichte Gottes sich in einer Zerstreuung der Juden vollzogen und dennoch dieses Volk seit fast 2000 Jahren von der übrigen Welt abgeschieden und gesondert blieb. Die Juden sind bei uns ein besonderes Volk und eine besondere Nation, so daß gerade wie in Ninive, in Ephesus, in Jerusalem, in Rom und jetzt auch in Troja die Entdeckungen der Alterthümer ein unzweifelhaftes Zeugniß von der Thatsache ablegen, daß gewisse alte Gegenstände daselbst durchaus nur durch ihre Beziehung auf jene ehemaligen Weltreiche verständlich sind, ebenso nun auch die Juden, die eben in aller Welt wohnen, einen beständigen Beweis von der Wahrheit ihrer eigenen Weissagungen, von der Wahrheit ihrer Religion, von der Wahrheit der Bibel und einen vorlaufenden Beweis von der Wahrheit des Christenthums selbst bilden. Eben

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