Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 3-4 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Dibre Emeth oder Stimmen -er Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. Begonnen von Z. C. Hartmann, fortgesetzt von B de U R»i. Nr. 3 u. 4. 1874. 30. Jahrgang. Die Gerechtigkeit aus dem Glauben. Eine theologisch-dogmatische Auslegung des 4. Kapitels in Pauli Brief an die Römer von Paulus Cassel. Gotha, Schlößmann. Die Gerechtigkeit aus dem Glauben ist wesentlich das, was Abraham seine unvergängliche Bedeutung giebt. (1. Mose 15, 6.) An sie knüpft Paulus im Römerbrief seine Entwickelung des Evangeliums gegenüber dem Judenthum an. Die Reformatoren haben dann die Christenheit gelehrt, sich auf diese Glaubensgerechtigkeit wieder zu besinnen; sie haben sie, als die kostbare Perle, die verschüttet lag unter den Menschensatzungen des römischen Katholicismus, hochgehalten und ihren Himmelsglanz vor den Völkern strahlen lassen. Die Juden Mission hat ja auch die Aufgabe, in Anlehnung an die Glaubensgerechtigkeit ihres Vaters Abraham seinen Kindern das Evangelium nahe zu bringen, als die Erfüllung des allen Geschlechtern auf Erden im Zusammenhang mit Abraham verheißenen Segens. Paulus Cassel bietet uns nun eine Auslegung des 4. Kapitels des Römerbriefes, in welchem ganz vorzüglich von der Glaubensgerechtigkeit gehandelt wird. Um aber Paulum zu verstehen, genügt nicht die Kenntniß des Alten Testaments, denn er ging nicht blos aus diesem, sondern aus dem Judenthum hervor, welches ein Gesetz ohne pharisäische Auslegungen nicht zugab. „Wer ihn ganz zu verstehen strebt, hat sich anzuthun mit der Erkenntniß dessen, aus dem er lehrt, dem Alten Testament und dem Evan- 3