Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 1-2 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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28 chen) beobachten läßt, die Kindersterblichkeit und die Sterblichkeit im Ganzen eine stärkere ist, als unter den Bekenner» anderer Religionen. Letzteres Ergebniß wird durch die besonders hohe Sterblichkeit in Galizien und in der Bukowina hervorgerufen, während jene der Juden in Böhmen und Mähren weniger intensiv ist, als die Sterblichkeit der anderen Religionsgenossen. Die Lebenszähigkeit ergiebt sich also weniger aus der Eigenthümlichkeit der Ratze selbst, als aus den socialen Zuständen, der vorzugswcisen Beschäftigung (mit weniger aufreibenden Lebensberufen) und dem Grade der Wohlhabenheit, in welcher Art schon Or. de Ncufvillc die größere durchschnittliche Lebensdauer der Israeliten Frankfurts a./M. erklärt hat. Jedenfalls sind auch die besonders günstigen Lebenschancen, welche Dr. Glatter für die Juden in Wien stndet, in gleicher Art zu erklären, da die in Wien ansässigen Israeliten der Mehrzahl nach wohlhabend sind." Wie sehr das Letztere überhaupt für die Juden in Deutschland gilt, davon nur ein Beispiel statt vieler. In Breslau versteuern die Mitglieder der evangelischen Landeskirche ein Gesammteinkommen von 401 Thalern für den Kopf, die Katholiken von 265 für den Kopf, die Reformirten von 855 für den Kopf, die Juden dagegen von 1560 Thalern für den Kopf; oder einem Einkommen von 507 Thalern für den Kopf auf christlicher Seite im Allgemeinen steht ein Einkommen von 1560 Thalern auf jüdischer gegenüber, das heißt also, die Juden dieser Stadt sind 3 Mal so wohlhabend, als die Christen derselben. Dieses Verhältniß ist aber das durchschnittliche in Deutschland zu nennen. Oesterreich, so weit cs im Reichstage vertreten ist, zählt a) jüdische Cultusgemeindrn, b) Cultusvereine in Nieder-Oesterrcich a) 7, b) 13, in Ober-Oesterreich. a) 2, in Steiermark. . . . a) 1, in Küstenland . . . . a) 3, in Tyrol.a) 2, b) 1, in Böhmen.a) 274, b) 41, in Mähren.a) 53, b) 6, in Oesterr.-Schlesien. a) 4, b) 8, in Galizien..a) 237,