Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 29 (1873)
- Issue
- 7-8 (1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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m 106 hatte. Für mich, einen jungen Proselyten, war der glücklich Zustand seines Gemüths, dessen er sich in so reichem Maße erfreute, in der That eine Glaubensstärkung und eine Ermuthigung, in der Erkenntniß Christi fortzuschreiten. Bei ihm sah ich die segensvolle Wirkung des Glaubens an unseren Heiland mit Augen." Sein Ende war ein ftiedliches, obgleich ein verhältnißmäßig plötzliches. Wiewohl Anzeichen abnehmender Kraft tiefe Besorgniß in denen erweckt Hatte, die ihn aufmerksam beobachtet hatten, so war doch bis kurze Zeit vor seinem Heimgange wenig Anlaß vorhanden, der zu der Furcht einer ganz nahe bevorstehenden Auflösung führen konnte. Aber seine Lebenskräfte waren erschöpft und er entschlief in Jesu am 31. März d. I., nachdem es ihm bis zu seinem Tode zu arbeiten vergönnt gewesen war. Ihm folgt das Zeugniß, daß sein Leben in sich harmonisch und sein Charakter ein ächt christlicher war. Sein Leichnam wurde.auf dem Highgate-Kirchhof am folgenden Dinstag begraben, und es waren da außer den geladenen Verwandten und Freunden fast WO Proselyten um das Grab dieses Mannes versammelt, von dem sie in Wahrheit sagen konnten: „ Er liebte unser Volk." Aus Jerusalem. Eine amerikanische Zeitung „The Churchman“ aus Hartford bringt den Brief eines Geistlichen aus jenem Lande, welcher kurze, zusammenfassende Mittheilungen über das Werk der Judenmission in Jerusalem enthält, die auch unsere Leser interesstren werden. Der Brief lautet: „Ich versprach Ihnen einen Bericht über Alles das, was wir von dem Werke der Londoner Gesellschaft für Israel in Jerusalem gesehen haben. Ich will das, was in früher veröffentlichten Berichten zu finden ist, nicht in weiterem Umfange wiederholen, als es zur Erklärung des von unseren Augen Gesehenen und mit unseren Öhren Gehörten nöthig ist; will vielmehr nur versuchen den Eindruck wiederzugeben, welchen wir von den verschiedenen Liebeswerken empfangen haben, die so eindringlich das vielseitige Leben Christi darstellen, der