Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 29 (1873)
- Issue
- 5-6 (1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Beirut 1× ep/1047833
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91 Zuspruch. Ganz besondere Verdienste aber hat sich eine Engländerin, Frau Bowen Thompson, um den Libanon erworben. Seit den fünfziger Jahren in Syrien wohnhaft, hat sie, von der Unwissenheit und Verkommenheit der weiblichen arabischen und drusischen Jugend aufs Schmerzlichste berührt, in Beirut und über den ganzen Libanon hin Schulen für dieselbe errichtet; das Gebirge ist förmlich mit einem Netze derselben bedeckt. Endlich Smyrna mit einer Bevölkerung von 100,000 Einwohnern. Auch hier arbeiten die Kaiserswerther Diakonissen. Dieselben besitzen daselbst einen bedeutenden Häusercomplex, welcher verschiedene Anstalten zur Erziehung und zum Unterricht von Kindern in sich schließt. Die Anstalten stehen in enger Verbindung mit der stets wachsenden evangelischen Gemeinde der Stadt, in welcher die Deutschen den Hauptbestandtheil bilden; die Gemeinde erhält jetzt statt ihrer Kapelle eine schöne Kirche. Die Anstalten, deren vorhin Erwähnung geschehen ist, sind eine Mädchen-Erziehungsanstalt mit 300 Zöglingen, ein Waisenhaus, eine evangelische Knabenschule (von Düsseldorf aus gegründet), eine Elementarschule für arme Mädchen und selbstständig von ihnen eine durch die Mission gegründete Schule. Außerdem besteht ein bedeutendes Schulinstitut unter deutscher Leitung für die Griechen. Aus demselben sind schon viele junge Leute mit einer für ihre Volksgenossen sehr bedeutenden Bildung hervorgegangen, die zum Theil die evangelischen Anregungen, welche sie in dieser Anstalt empfangen haben, weiter verbreiten. Eben deshalb erregt dieses Schulinstitut die Besorgniß der griechischen Geistlichkeit; vermag es sich gegen dieselbe zu behaupten, so kann es von der größten Wichtigkeit werden. Alle diese Mittheilungen werden den Eindruck erwecken, daß die evangelische Arbeit im asiatischen Orient geräuschlos, ohne Prunk und Schein, aber in der That sehr sicher vorwärts schreitet. Sie will ein neues Geschlecht schaffen und sängt daher bei der Wurzel an. Nicht die Bekehrung vieler Einzelner ist ihr hauptsächlichstes und erstes Augenmerk, sondern eine solche Zubereitung des Bodens, daß ganz von selbst und als die aus dem gelegten Samen entsprossene Frucht die evangelische Kirche und ein evangelisches Volk