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Dibre Emeth · 1873-01-01 · 1-2 (1873) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
29 (1873)
Issue
1-2 (1873)
Date
1873-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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SS unter der Voraussetzung, daß es nicht in seiner Absicht lag, wie ein Zaubermittel zu wirken, so daß der menschliche Wille durch dasselbe einfach zum Sklaven gemacht, seine moralische Verantwortlichkeit verloren ginge und die Bewährung für ihn hinwegenommen würde, behaupte ich, daß es einen unvergleichlich größeren Erfolg gehabt hat, als Alles, was sonst je von Menschen erdacht oder versucht wurde. Nehmen wir große und allgemein anerkannte Thatsachen. Man gesteht es ein, daß unter dem Einfluß des Christenthums Gladiatoren- Schauspiele und das Hinwerfen voir Gefangenen vor die wilden Thiere aufgegeben und beseitigt wurden. Man kann es auch unmöglich leugnen, daß die schlimmsten Formen der Unzucht, die man in Griechenland und Rom nicht allein ertrug, sondern durch das Beispiel ihrer Heroen sogar entschuldigte, ihren Gottheiten zuschrieb und durch Dichter in Versen verherrlichte, im Christenthum ganz allgemein gemißbilligt worden sind, und jetzt draußen ihre Häupter selbst in den verderbtesten Mittelpunkten der modernen Gesellschaft nicht zeigen dürfen. Die Achtung, welche dem Weibe erwiesen wird, hat vor allem Anderen in der Ehre ihren Grund, mit welcher der große Stifter unseres Glaubens die Frauen behandelte, die ihn pflegten, und in der kindlichen Ehrfurcht gegen die Mutter, die ihn geboren. Die Ehegesetze, welche jetzt in Europa herrschen, sind nicht heidnische, selbst nicht jüdische, sondern im hervorragenden Maße christliche. Was Christus über Ehe und Ehescheidung gesprochen, das hat die Principien der Kirche geregelt, und die ersten christlichen Herrscher nahmen diese Principien in die Gesetze des Reichs auf. So sind unsere häuslichen Sitten durch einige wenige Sätze, die von den Lippen eines Mannes kamen, beherrscht worden. Die Existenz von Hospitälern für die Kranken und Verwundeten verdankt man völlig der barmherzigen Liebe der ftüheren christlichen Kirche. Die Milderung der Schrecken des Krieges und die bessere Behandlung der Gefangenen sind gleichfalls das Resultat christlichen Einflusses. Man stelle beispielsweise das Verfahren des menschlichsten der heidnischen Eroberer dem Verfahren irgend eines großen christlichen Generals gegenüber. Keiner unter den Alten ist um

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