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Dibre Emeth · 1872-01-01 · 11-12 (1872) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
28 (1872)
Issue
11-12 (1872)
Date
1872-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Mensch mit feinen angeborenen Kräften ausführen kann, und wobei er weder die Demüthigung noch die Entsagung, die eine Reuschöpfung fordert, sich auszuerlegen hat: DaS Umherschweifen aber ist noch! heute ein. besonderes Charakteristikum der Juden, sowohl, wenn wir ihr Wohnen, als wenn wir die Art und Weise betrachten, in welcher sie ihre geistige und körperliche Thätigkeit üben und: ihren Beruf betreiben. Mögen: wir aber ihre Unstetigkit in's Auge fassen, oder ihr hartnäckiges Festhalten an der Richtigkeit und Gerechtigkeit deseigenen Thuns auf allen Gebieten des Lebens betrachten, jedenfalls müssen wir uns eingestehn, daß der Zustand der Buße und Bekehrung, wie ihn Jeremia beschreibt, unter den Juden noch nicht zu finden ist. Der alte Bund ist durch Gott selbst zerbrochen, der neue noch nicht an seine Stelle getreten. A. Zeugnisse des Hesekiel. Ganz ähnlich wie Jeremia verheißt Hesekiel: - C. i l, l7. So spricht der Herr Jehovah: Ich will euch - sammeln aus den Völkern und euch zusammenbringen aus den Ländern, wohin ihr zerstreut seid, und ich will euch geben das Land Israel. V. 18. Und ich will ihnen geben ein einträchtig Herz, und einen neuen Geist gebe ich in euer Inneres und entferne aus ihrem Leibe das Herz von Stein, und gebe ihnm ein Herz von Fleisch. V. 20. Auf daß sie in meinen Satzungen wandeln und meine . - Rechte beobachten und sie halten; und sie werden mein Volk und ich werde ihr Gott sein. Was hier insbesondere hinzugefügt wird, ist die eigenthümliche Beschreibung des natürlichen Herzen des Juden: ein Herz von Stein. Es gibt Herzen, die zu jedem Guten unfähig sind, weil es in Folge einer natürlichen Weichheit oder besser gesagt Weichlichkeit nie zu einer Festigkeit und Stetigkeit in denselben kommen will. Anders das natürliche Herz des Juden. Zwar zu einem gewissen Wohkthun ist derselbe von Natur bereit, wenn ihm fremdes Elend

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