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Dibre Emeth · 1872-01-01 · 11-12 (1872) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
28 (1872)
Issue
11-12 (1872)
Date
1872-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Darauf wird Gottes eigenes Eintreten geschildert. V. 19. Dann fürchten sie im Niedergang Jehovahs Namen und im Sonnenaufgang seine Herrlichkeit; wenn kommt wie ein Strom der Feind, den der Geist Jehovahs forttreibt. V. 20. Und es kommt für Zion ein Erlöser, für die vom Abfall sich bekehrenden Sünder in Jacob, spricht Jehovah. Gemeinsames Erschrecken vor dem gewaltigen Eingreifen Gottes unter den Völkern und Juden vom Abend bis zum Morgen, und gemeinsame Bekehrung vom Abfall. Beide trifft dasselbe Urtheil, beiden wird derselbe Erlöser dargeboten. C. 63, 17—64, 12 enthalten ebenso ein Sündenbekenntniß des Volkes, eins der gewaltigsten des ganzen Alten Testamentes. An das Sündenbekenntniß schließt sich dann die Bitte um die Rückkehr nach Canaan und um eine neue Aufrichtung seines Bundes. Wie viel aber dazu gehört, ehe von aufrichtiger Buße und Bekehrung Israels geredet werden kann, sehen wir hier. Empörung wider den heiligen Geist (V. 10), Verstockung der Herzen (V. 17). Wir wurden alle wie die Unreinen, alle unsere Gerechtigkeit ist wie ein besudelt Kleid (54, 7), bekennt das Israel, welches Erhörung findet. Sieht man ältere Gebetbücher der heutigen Juden an, dann begegnet man zwar auch ähnlichen Stellen in denselben, aber daneben einem Selbstrühmen vor dem heiligen Angesichte Gottes, welches ganz offenbar zeigt, daß die Worte der Buße nur ein'bloßer Nachhall der biblischen Gebete sind, dem der Ernst fehlt. Ja selbst gegen diese Worte empört sich das moderne Judenthum, während das orthodoxe sie aus konservativem Interesse erhält. So heißt es in Nr. 39 des jüdischen Synodalblattes, welches durchaus noch nicht den negativsten jüdischen Fortschritt vertritt, in einer Recenston der Gebete für Israeliten von A. A. Wolf: .Man begegnet hier entschieden christlichen Anschauungen von der gleichsam angeborenen Verworfenheit und Sündhaftigkeit des Menschen, ebenso Ausdrücken, wie Geist des Gebets und der Gnade, die Seite 32 sogar zu der Lächerlichkeit führen, den Betenden nicht der Theilhaftigkeit Ä» der Sabbathfeier

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