Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 28 (1872)
- Issue
- 9-10 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Impressen -wesentlich; auch det Wissenschaft näherte es sich gern, indem die jüngere Generation unsere höheren Schulm besuchte. f . Ein neuer Umschwung! Der nationale Geist erwachte wieder (1866). Der Jude schmiegte sich sofort den neuen- Verhältnissen an. Er acceptirte äußerlich alsbald das ungarische Kleide und er? griff ebenso ungesäumt die inneren Vortheile des Umschwungs. Er trat allen patriotischen Strebungen bei, nahm, sich der Industrie .«« und wirkte in der Litteratur; auch die Künste, besondersdie Musik blieben nicht unberücksichtigt. Im großen Maße beförderte der israelitische Einfluß unsere Unternehmungslust! Leider aber, wuchs die Gewinnsucht zur Schwindelei; stürmisch aufzubauen, ohne jegliche Basis, das ist unsere Parole, unser Treiben! Der Jude erweckte auch dm Gewerbeflejß -- wenn nur nicht mehr auf den schnellen, unmittelbaren Verdienst,, als auf die Vervollkommnung und Mustergiltigkeit der Produkte gearbeitet würde! Aber glänzende Firmen tauchen ebenso rasch auf, als sie verschwinden. Die Kleidermagazine in Pesth gehören z. B. durchschnittlich Israeliten an— die gereizte Gewinnsucht aber verhindert dieselben, zu einer gründlichen Ausbildung in ihrem Handwerke-es kommen zu lassen. Die Kunstindustrie, die ein mehr ideales Feld hat, Baukunst, Malerei und Plastik liegen den Juden, mit Ausnahme der Musik, wenig am Herzen. Dieser speculative Geist brachte die Juden in eine ganz besondere Stellung zur ungarischen Litteratur. Er erkannte die Beschränktheit der nationalen Belletristik. Aber dieselbe verheißt kläglichen Lohn. Er wandte sich also der Tagespreffe zu und leistet Großes auf diesem Gebiet. Unsere israelitische Litterattir nimmt aber nur am Allgemeinen Theil, das rein Nationale läßt sie außer ihrem Bereich, so sehr sie für Fortschritt und Freihcitsideen zu kämpfen bereit ist. Die vaterländische Vergangenheit spiegelt ihm keine Freuden zurück — sein Augenmerk ist nur die Zukunft. In seinem eigenen Leben aber hängt der Jsraelit an dentraditionellen Gewohnheiten. Die nationale Stimmung ist unterdeß bei uns in neue Phasen