Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 28 (1872)
- Issue
- 9-10 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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die Ausfuhr und die Lieferungen für Rechnung der Regierung werden nur von Juden besorgt. Man ersieht auch aus diesen Angaben, welch ein wichtiges sociales Element die Juden in vielen slavischen Gegenden sind. Zwar die eigentlichen Russen übertreffen im Handel die Juden; die übrigen Slaven aber, mit Ausnahme etwa > der Südstaven, unter denen die Israeliten auch nicht zahlreich sind, bedienen sich ihrer als des Mittelgliedes für fast allen Handel und Wandel. Schlimm? ist es nur, daß ihr Speculationsgeist dabei auch die falsche« Richtungen des Volkslebens begünstigt und bestärkt. -Daß jene obengenannten 19,000 Branntweinschenken weder die Sittlichkeit noch die Kultur mehren, sondern beide untergraben, ist wohl selbstverständlich. Und eine schwere Anklage bleibt es gegen die Juden, daß diese 19,000 Heerde so vieler Uebel sich unter ihren Händen befinden. Aus Russisch-Polen. Die Philippsonsche Zeitung des Judenthumö enthält einen Bericht aus Warschau vom Ende März. In demselben heißt es über den Besuch jüdischer Studenten an der Universität Warschau: „In der juristischen Facultät befinden sich unter 262 nicht jüdischen Studenten 21 jüdische; in der medicinischen Facultät unter 823; nicht jüdischen 64 jüdische; in der physikalisch - mathematischen unter 139 nicht jüdischen Studenten 4 jüdische; in der .philologischen Facultät unter 38 nicht jüdischen kein jüdischer. Daß ay den beiden letzten Fakultäten die Juden so wenig betheiligt: sind, erklärt der Warschauer Correspondent der Allg. Zeitung des^Judenthums aus dem Mangel an idealem Sinn, welcher unsere jüdische Jugend auszeichnet und sie Berufsarten mit größerem materiellen Bortheil wählen läßt/ ■; isvihiüi:;;!: ' -ji/;. - - -----