Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1872-01-01 · 9-10 (1872) · page 22

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
28 (1872)
Issue
9-10 (1872)
Date
1872-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2554541-2554797-2554803--05838-2561807
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ISO Testaments. — Das ist nicht also zu verstehen, daß Alle, die auf Zesum getauft sind, gleich sittlich tadellos uüd folglich selig werden müßten. — Denn leider wandeln auch viele Christen auf verderblichen Wegen, die nicht gut sind, und gleichen stachlichten Dornen und Skorpionen; das geschieht aber nicht deßhalb, weil Jesu Lehre es ihnen gebietet, sondern im Gegentheil, weil sie schnurstracks gegen ihre Religion und die Weisungen des Christenthums handeln, und sich an Menschensatzungen gehalten haben, und nicht gefolgt sind den Fußtapfen ihres Heilands und Messias, und vielmehr gegen seine Majestät sich aufgülehnt haben. — Bei alle dem bleibt wahr, was er sagt Joh. 7, 17: „So Jemand will deß Willen thun, der wird inne werden, ob diese Rede von Gott sei, oder ob ich von mir selbst rede." Wir aber wollen hoffen, daß ein Tag kommen wird, wo sie wieder gut machen, was sie gefehlt haben, und wandeln werden im Lichte ihres Königs. — : Aber die Kinder Israels, die vom Reiche Davids abgefallen sind und ihre Hand wider den Gesalbten: Gottes erhoben. haben, sind zerstreut unter alle Völker der Erde und werden es bleihen bis zu dem Tage, wo sie umkehren und Buße thun und aufsuchen werden ihren Gott und David ihren König; — denn nur dann werden sie wieder ein einiges Volk sein im Lande und höher stehen als alle Nationen. So spricht Gott durch den Mund Mosis und seiner Propheten, und sein Wort ist nahe, und wer dawider redet, ist ein Lügner. — Sollten Ihnen, Verehrtester Herr, diese meine Worte mißfallen, so verzeihen Sie mir, ich möchte Sie nicht kränken, aber sowohl mein Glaube, wie meine Liebe drängt mich zu diesen Worten, denn Gottes Wort ist mir theuer und Israels Erlösung ist mein sehnlichstes Streben und Verlangen. — Es schmerzt mich in der Tiefe meiner Seele, wenn ich sehe, wie die theuern Kinder Zions verstoßen sind und verirrt wie Verblendete und nicht erkennen, was zu ihrem Frieden dienet, — kein Heil haben in dieser Welt und keines in der künftigen. — Denn hier an dieser Erde haben sie weder Antheil noch Erbe gleich den übrigen Nationen, nicht Priester, noch Opfer Gott zu versöhnen und das ewige Leben zu erwerben. Um-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.