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Dibre Emeth · 1872-01-01 · 7-8 (1872) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
28 (1872)
Issue
7-8 (1872)
Date
1872-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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127 sagte einer der bekanntesten und bedeutendsten Juden unserer Tage: „Sie haben in Ihrem Buche behauptet, daß durch uns Juden das Leben der Völker, unter denen wir wohnen, in einen steigenden Zersetzungsproceß hineingezogen wird. Das kann ich nicht leugnen, sondern gebe es zu; dennoch dürfen Sie uns nicht fürchten; denn durch Ihre Orden und Adelstitel werden Sie uns beständig im Zaume halten." Die letzte Behauptung ist freilich wunderbar; denn der Zersetzungsproceß ist zuerst ein socialer, und dieser dauert fort, wenn auch der Drang nach Parlamentsthätigkeit und nach Zeitungsschriftstellerei durch Orden und Adelstitel unter den Juden gemindert würde. In welchem Maße aber diese Zersetzung vor sich geht, dafür einige Beispiele. In Wien hat die Wohnungsnoth durch die fortwährenden Miethssteigerungen einen furchtbaren Grad erreicht. Was aber Wohnungsnoth bedeutet, weiß Jeder; sie ist eine tödtliche Krankheit für das Familien- und Volksleben; sie entzieht jeder ruhigen Existenz den Boden; sie raubt damit dem Menschen alle Stetigkeit und das Gefühl der Verantwortlichkeit; sie untergräbt so alle Sittlichkeit und allen moralischen Muth. „Die Wohnungsnoth und der Häuserschwindel in Wien", so lautet ein Bericht aus dieser Stadt, datiren erst aus der Zeit, wo es den Juden gestattet ist, sich daselbst anzukaufen. Seit etwa 10 Jahren ist nun aber auch bereits der sechste Theil aller Grundstücke in Wien (und dazu die schönsten und bestgelegensten) in ihren Händen." Ganz Aehnliches wird aus Berlin und Breslau berichtet. Anderer Art ist die sociale Gefahr, welche die jüdische Bevölkerung der einheimischen in Rußland bereitet. In Ekatierinoslaw, einer Stadt von 25,000 Einwohnern, existiren 148 Schänken; davon befinden sich 137 in den Händen von Juden, nur 11 in den Händen von Christen. Weil sie sich aber von der Schankwirthschast allein nicht ernähren können, so sind viele der jüdischen Schankwirthe zugleich Hehler und Kuppler, besonders befördern sie den Mädchenhandel nach der Türkei hin. Die Juden gelten daher als die Beförderer der Trunksucht und Unzucht, die das Mark des Volkes aussaugen und es sittlich vergiften. Ganz Aehnliches wird aus

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