Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 28 (1872)
- Issue
- 5-6 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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SS Afrika das Hospital zu Alerandrien. In Amerika daS Diakonissenhaus zu Rochester. Welch einen Umfang das Werk der Krankenpflege und der Erziehung durch die Diakonissen gewonnen hat, kann der eine Umstand lehren, daß sich 1870 allein die Zahl der von den Kaiserswerther Schwestern gepflegten und erzogenen Personen auf etwa 100,000 belief. Allerdings hat der Krieg auf diese hohe Zahl seinen Einfluß geübt. Sehen wir aber die Gesammtzahl aller evangelischen Diakonissen an, so werden mindestens 300,000 im Laufe eines Jahres von ihnen gepflegt oder erzogen worden sein. Bemerkt sei ferner, daß ein Theil der Schwestern auch für Pflege von Gefangenen in den Gefängnissen, von gefallenen weiblichen Personen (in Magdalenenstiften) und von Gemüthskranken verwanvt wird. Bekannter wird es endlich sein, daß sich der Heranbildung von Lehrerinnen, (Gouvernanten, Elementarlehrerinnen, Kleinkinderlehrerinnen), der Erziehung von Waisen und Pensionärinnen (an selbstgeleiteten höheren Töchterschulen) gleichfalls nicht wenige Diakonissen gewidmet haben. Fürwahr ein reiches Werk! Bischöfe jüdischer Abstammung. Der Bischof Eusebius von Cäsarea in Palästina, gestorben 338, ein Mann, der mit den Verhältnissen des heiligen Landes und seiner Bewohner besonders bekannt war, gibt uns wichtige Nachrichten über die Judenchristen der ersten Zeit. So schreibt er denn auch: „Aus schriftlichen Nachrichten habe ich ersehen, daß bis zur Unterdrückung der Juden unter Hadrianus (135 n. Ehr.) 15 Bischöfe nach einander in Jerusalem gewesen sind. Diese sollen von dem ersten an alle Ebräer gewesen sein und die Erkenntniß Christi unverfälscht erhalten haben, so daß sie von denen, welche es zu beurtheilen im Stande waren, des Bischofsamtes werth erachtet wurden. Denn die ganze jerusalemische Kirche bestand damals aus gläubigen Ebräern, und zwar von den Zeiten der Apostel an bis zu dem