Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 28 (1872)
- Issue
- 3-4 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 1× ep/1047811
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63 von Aleppo, Mr. Skene, gelegt ist, dem ich nicht genug für das Interesse, daö er an der Sache genommen und für die Hilfe, die er bisher gewährt hat, danken kann. Die Kirche soll 1000 Sitzplätze enthalten. Der Bauplatz hat viel mehr gekostet, als ich erwartete; ich fürchte, daß so die Kirche beträchtlich mehr kosten wird, als der mir eingefanbte Anschlag von 1000 Pfd. St. besagt; aber ich habe daö volle Vertrauen, daß der Herr es in die Herzen einiger seiner Kinder geben wird, mir die nöthige Hilfe für dieses Vorhaben zu senden, wie auch für die volle Herstellung der Capelle, die zu Salt gebaut worden ist, und für die Herbeischaffung der Mittel im Allgemeinen, um das Werk in seinen verschiedenen Zweigen auszuführen, das meinen Händen vertraut worden ist. Die Zahl der protestantischen Christen in Cilicien und Mesopotamien, die mit unserer Kirche im Zusammenhang stehen, beläuft sich auf 900 bis 1000. Die Kirche von Ainlab wird in den Händen engl. Vorsteher bleiben. Ich konnte Ihnen Einzelheiten erzählen, um Ihnen zu zeigen, daß der Herr unser Werk an einzelnen Seelen segnet, aber ich muß es vermeiden, da dieser Brief schon zu lang geworden ist. Doch kann ich nicht umhin es zu erwähnen, daß ich bei einer Visitationsreise, die ich neulich in Samaria und Galiläa machte, der Eröffnung der schönen protestantischen Kirche in Nazareth beiwohnte; dies geschah am 1. Oktober. Sie war voll von aufmerksamen Zuhörern, über 400 waren anwesend, und viele eingeborene Protestanten dazu aus den benachbarten Dörfer herbeigekommen. Rev. Zeller predigte am Morgen, Mr. Klein am Nachmittage, Predigten, die dem Tage sehr angemessen waren. Ich ordinirte 3 Diakonen, 2 Eingeborene und einen Europäer, der lange in Nablus als Katechet gearbeitet hat; danach wurde das Abendmahl gefeiert. Am nächsten Tage hatten wir wieder einen Gottesdienst, der sehr wohl besucht war; einer der Diakonen, Seraphim Bontaji, hielt eine äußerst beredte, durch und durch evangelische und praktische Predigt über Joh. 4,23.24. Wir schließen hier den Brief des Bischof Gobat vom 19. November 1871. Das nächste Mal, wiü's Gott, folgt eine nähere Beschreibung der Einweihung jener obengenannten Kirche in Nazareth.