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Dibre Emeth · 1872-01-01 · 3-4 (1872) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
28 (1872)
Issue
3-4 (1872)
Date
1872-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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50 die Eltern im Allgemeinen römisch oder griechisch sind, die meisten unserer Schulen mehr Kinder zählen, als die beiden feindlichen Schulen zusammen; und dies nicht darum, weil unsere Lehrer etwa tüchtiger oder an Moralität die überlegeneren wären, sondern weil das Wort Gottes in unseren Schulen gelehrt wird; denn obwohl die Eltern nur wenig vom Inhalte der heiligen Schrift wissen, so glauben sie doch, daß dieselbe an ihren Kindern Gutes wirken werde. Und da die Kinder zu Hause wiederholen, was sie in der Schule gelernt haben, verbreitet sich die Kenntmß der Bibel immer mehr »nb mehr unter der Bevölkerung. Was den Hauptgegenstand einer christlichen Mission betrifft, die Bekehrung der Sünder zu Gott und ihre Erlösung aus Gnaden durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus, so gebührt es sich davon mit tiefer Demuth zu sprechen, während ich aber auch mit Dank allen Erfolg anerkenne, der unter vielem Widerstande unseren schwachen Kräften gewährt worden ist. Unter den Juden fand ich, wie oben gesagt, bei meiner Ankunft vor 25 Jahren eine kleine Gemeinde von ungefähr 20 getauften Israeliten. Seit dem haben wir fast 200 erwachsene Israeliten getauft, nach längerer oder kürzerer Prüfung und Unterricht, und viele Kinder; doch zählt unsere gegenwärtige Gemeinde nicht mehr als ungefähr 100 Israeliten. Der Grund davon ist für die bei weitem größere Zahl unserer Proselyten der, daß sie keine Mittel, ihren Lebensunterhalt in dem armen Jerusalem zu erwerben finden, und deshalb genöthigt sind bald nach, gelegentlich selbst vor ihrer Taufe in andere Länder zu gehen. Wenn Alle hätten hier bleiben können, so würde nach einer sehr mäßigen Schätzung sich ihre Zahl nicht unter 400 Seelen belaufen. Ich bekenne demüthig, daß wir in einigen wenigen Fällen getäuscht worden sind, da wir ja die Herzen der Menschen nicht kennen, aber so weit wir dem ferneren Lebenslauf unserer Proselyten folgen können, haben ste sich im Allgemeinen wohl aufgeführt. Manche mögen in dem vollen Sinne des Wortes nicht wiedergeboren sein, aber ich glaube, daß die meisten derselben einen Samen geistlichen Lebens in sich tragen, und daß ein Werk der göttlichen Gnade in ihnen begonnen ist; während es

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